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Makaber: "Nebeldusche" in Auschwitz sorgt für Diskussionen

Die Sprinkleranlagen sind Auslöser für viel Kritik
Die Sprinkleranlagen sind Auslöser für viel Kritik ©EPA
Für heftige Diskussionen und viel Kritik sorgt derzeit die Gedänkstätte Auschwitz: Eine Sprinkleranlage vor dem Eingang soll die Besucher "erfrischen" und für Abkühlung sorgen.

Viele User aus Twitter bezeichnen diese, doch gut gemeinte Aktion, als “bizarr”, “verletzend” und “geschmacklos”.

Vor allem israelische Medien berichten über verständnislose Reaktionen älterer Besucher. Der Anblick der “Duschköpfe” würden an die als Duschen getarnten Gaskammern erinnern. Eine israelische Touristin berichtete der israelischen Zeitung “Ynet”: “Sobald ich aus dem Bus ausstieg, lief ich in die Duschvorrichtung hinein. Ich war geschockt. Es war ein Schlag in die Magengrube.”

Die anhaltende Hitzeperiode sei laut Pawel Sawicki von der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau, der Grund für die Sprinkleranlage vor dem Eingang: “Die Menschen stehen in der prallen Sonne und ohne Möglichkeit, im Schatten Schutz zu suchen. Wir hatten schon Fälle von Ohnmachten unter den Wartenden.” Das Museum fühle sich in der Pflicht “alles zu tun, um Gesundheitsrisiken zu minimieren.”

Christoph Heubner, Exekutivpräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees sagte: “Ich kann daran nichts Missverständliches finden. Für mich ist das eine menschliche Geste an die Besucher, die auch bei dieser Hitze die Gedenkstätte besuchen. Wer sich abkühlen will, geht da mal rüber. Da gibt es keine respektlose Hampelei.”

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