AA

Maier rettete Super-G-Ehre

Kjetil Andre Aamodt gewann den Olympia-Super-G in Sestriere und feierte den vierten Olympiasieg in seiner beispiellosen Karriere. Hermann Maier rettete mit der Silbermedaille Österreichs "Super-G-Ehre".  Maier und der Super G

“Der Elch” hat es allen gezeigt. Kjetil Andre Aamodt gewann den Super G in Sestriere und feierte seinen vierten Olympiasieg in seiner beispiellosen Karriere. Hermann Maier landete 13/100 Sekunden dahinter an zweiter Stelle, Silber ist die dritte Olympiamedaille für den Salzburger nach den zwei Goldenen in Nagano 1998. Bronze ging an den Schweizer Ambrosi Hoffmann (+0,33), die weiteren drei Österreicher enttäuschten.

Für Aamodt, der in der Abfahrt als Vierter knapp an einer Medaille vorbeifuhr, war es die 20. Medaille seiner Karriere, die achte bei Olympischen Spielen, zwölfmal war er bereits bei Weltmeisterschaften auf dem Podest gestanden. “Es ist ein unglaubliches Gefühl, hier zu gewinnen. Ich bin die Kombination nicht gefahren, vielleicht war das Glück. Wenn man hart arbeitet, kommt immer etwas zurück. Bei Großereignissen ist es immer sehr gut für mich gelaufen”, sagte der 34-jährige Aamodt, der sich am Sonntag in der Spezialabfahrt am Knie verletzt hatte und die Titelverteidigung in der Kombination nicht in Angriff nehmen konnte.

Hermann Maier sprach davon, Gold verloren zu haben. “Es ging besser als am Sonntag. Es war nicht schlecht, aber ich habe Gold verloren. Ich bin wirklich nicht gut gefahren. Oben war die Piste sehr unruhig, in der Mitte war es so langsam, da hätte ich Zeitung lesen können. Ich bin erst unten in Schwung gekommen, da bin ich ins Rennen hineingekommen. Es wäre mehr möglich gewesen.” Der Salzburger stellte aber klar: “Das war ein sehr, sehr schweres Rennen. Es war nicht leicht, überhaupt eine Medaille zu erwischen. Noch einmal Olympia war mein großes Ziel. Dass ich jetzt sogar eine Medaille gewonnen habe, ist umso schöner”.

Zweitbester Österreicher war Hannes Reichelt als Zehnter: “Mein Ziel habe ich nicht erreicht. Im oberen Teil habe ich schon ein wenig meine Linie verfehlt. Dass man unten noch ordentlich aufholen kann, hat der Hermann gezeigt. Leider ist mir das nicht gelungen.” Christoph Gruber landete nur an der 19. Stelle. Benjamin Raich, der gegenüber Michael Walchhofer als vierter ÖSV-Läufer den Vorzug für den Super G bekommen hatte, schaffte es als 21. nicht, die Aufstellung ganz zu rechtfertigen.

Der Super-G war nach geplantem Start um 11:00 Uhr wegen heftigen Schneefalls und immer schlechter werdender Sicht nach 17 Läufern abgebrochen worden. Dieses Rennen wurde schließlich annulliert und nach mehreren Verschiebungen erfolgte um 14:45 Uhr der Neustart. Der Führende beim ersten Versuch, der Franzose Pierre-Emmanuel Dalcin, sowie jene weiteren 16 Läufer, die in der Früh schon über die Piste gegangen waren, durften die kurze Besichtigung für den Neustart nicht mehr mitmachen. Dalcin hatte dann am Nachmittag Pech, er schied aus.

SKI ALPIN – Super G Herren:
Kjetil Andre Aamodt (NOR)
Hermann Maier (AUT)
Ambrosi Hoffmann (SUI)
home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Olympische Spiele 2018
  • Maier rettete Super-G-Ehre
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen