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Magath 2004 Bayern-Trainer

Ottmar Hitzfeld will sich eine schöpferische Pause gönnen, Wunschtrainer Felix Magath beerbt ihn sofort - und die Stuttgart-Bosse sind sauer auf den FC Bayern München.

Ein Jahr früher als ursprünglich vereinbart wird Magath schon am 1. Juli als Hitzfeld-Nachfolger beim deutschen Fußball-Rekordmeister anheuern. „Es dürfte sicher sein, dass ich am Samstag das letzte Mal auf der VfB-Bank Platz nehme”, sagte Magath am Mittwoch. Nachdem Bayern-Manager Uli Hoeneß erst am Montagabend Hitzfeld über die Trennung zum Saisonende informiert hatte, ging mit Magath plötzlich alles noch schneller – sehr zum Ärger des VfB. „Wir hatten vereinbart, dass wir uns nach der letzten Runde zusammensetzen. Wir haben Samstag ein verdammt wichtiges Spiel in Leverkusen. Es ärgert mich, dass Zusagen nicht eingehalten werden”, kritisierte VfB-Präsident Erwin Staudt. Die Stuttgart-Spieler sind „traurig“ und „enttäuscht“, der Präsident in Zugzwang. Er muss rasch einen geeigneten Trainer finden, der die VfB-Erfolgsgeschichte in der kommenden Saison weiter schreiben kann.

An den Fakten ändert das freilich nichts. Nur die Modalitäten des Magath-Transfers müssen noch endgültig geregelt werden. Staudt deutete „einen Spielertausch” als Möglichkeit an. Mit Magath hatten die Bayern bereits vor einigen Wochen einen Vertrag vom 1. Juli 2005 bis 30. Juni 2008 geschlossen. Dieser Dreijahres-Kontrakt wird nun vorgezogen.

Für Magath wird der FC Bayern zur größten Herausforderung in seiner Trainer-Karriere. „Ich will das Maximale erreichen, deutscher Meister werden und den Europapokal gewinnen”, tönte er in bester Bayern-Manier. Allerdings erwartet ihn Schwerstarbeit: Nach einem Jahr ohne Titelgewinn muss er eine leblose Star-Truppe wieder flott machen. Hitzfeld soll nach dem unwürdigen Trennungsablauf eine Millionen-Abfindung kassiern.

Der französische Nationalspieler Willy Sagnol will nach der Trennung des FC Bayern von Hitzfeld den Rekordmeister ebenfalls vorzeitig verlassen. „Ich gehe, wenn Hitzfeld geht”, erklärte der Abwehrspieler. Bayern-Manager Uli Hoeneß reagierte verärgert auf die Pläne von Sagnol, der noch bis 2006 unter Vertrag steht. Unverkäuflich ist Sagnol allerdings wohl doch nicht, bei einer Ablösesumme von 25 Millionen Euro könne der Franzose gehen, bemerkte der Manager.

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