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Madoff bekennt sich schuldig

Der mutmaßliche Milliardenbetrüger Bernard Madoff hat sich am Donnerstag in New York zu Beginn des Gerichtsprozesses in allen elf Anklagepunkten schuldig bekannt. Österreicher klagt Bank Austria in der Causa Madoff

Dazu gehören Betrug, Untreue und Geldwäsche. Dem US-Investor wird vorgeworfen, in einem Schneeballsystem Anleger um einen zweistelligen Milliardenbetrag geprellt zu haben. Von dem gigantischen Betrugsskandal sind auch europäische Großbanken betroffen. Dem 70-Jährigen ehemaligen Verwaltungsratschef der Technologiebörse Nasdaq droht eine Haftstrafe von bis zu 150 Jahren.

 

Madoff soll laut Anklage seit den 80er Jahren Anleger mit dem Versprechen hoher Renditen gelockt zu haben. Die angeblichen Gewinne wurden in einem Schneeballsystem mit dem Geld neuer Anleger finanziert. Als Investoren nach Ausbruch der Finanzkrise ihr Geld zurückhaben wollten, brach das System zusammen.

Der Schaden könnte allerdings geringer sein als bisher angenommen. Madoff soll im Familienkreis eingeräumt haben, der Betrug habe einen Umfang von 50 Milliarden Dollar (39,1 Mrd. Euro). In Gerichtsakten ist die Zahl 64,8 Milliarden Dollar zu finden. Ermittler erklärten freilich, tatsächlich hätten Anleger 10 Milliarden bis 17 Milliarden Dollar verloren. Die von Madoff genannte Zahl von 50 Milliarden Dollar schließe die vorgespiegelten Gewinne ein, die er mit Zehntausenden gefälschter Kontoauszüge belegt habe.

Richter Denny Chin hatte vor der Aussage Madoffs versichert, es gebe keine Absprache zwischen Verteidigung und Staatsanwaltschaft über eine Verringerung des Strafmaßes bei einem Geständnis. Bereits zwei Stunden vor der Anhörung waren Geschädigte vor dem Gericht erschienen. Sie kritisieren, dass Madoff seit Dezember in seinem Luxus-Penthouse in Manhattan unter Hausarrest steht. Richter Chin hatte zu entscheiden, ob Madoff den Urteilsspruch im Gefängnis statt in seinem Penthouse erwarten muss.

Den Gerichtsunterlagen zufolge bemüht sich Madoff, die sieben Millionen Dollar teure Wohnung sowie Anleihen und Bargeld im Wert von 62 Millionen Dollar behalten zu dürfen. Er hat erklärt, dieses Vermögen stehe nicht mit dem Betrugsskandal in Verbindung und gehöre seiner Ehefrau Ruth.

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