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Madeleines Eltern bitten Spanier um Hilfe

England, Spanien, Portugal - Die Eltern der seit einem Monat entführten Madeleine haben nun auch die Spanier um Hilfe bei der Suche nach ihrer Tochter gebeten.

Es sei nicht auszuschließen, dass das vierjährige Mädchen Opfer einer auf der gesamten Iberischen Halbinsel tätigen organisierten Bande geworden sei, sagten Kate und Gerry McCann am Freitag in Madrid.

Möglicherweise sei das an der portugiesischen Algarve-Küste verschleppte Kind ins Nachbarland Spanien gebracht worden. „Wir beten, dass es sich bei dem Entführer um jemand handelt, der selbst gerne eine Tochter gehabt hätte und der sie gut behandelt“, sagte Gerry McCann.

Zugleich rief der Vater die Täter auf, „Maddie“ unversehrt in einer Kirche oder an einem anderen sicheren Ort frei zu lassen. Die Bürger bat er, sich mit möglichen Hinweisen bei der Polizei zu melden.

In einer Fernsehsendung über vermisste Personen trafen Madeleines Eltern die Familie des siebenjährigen Yeremi Vargas. Der Bub war vor drei Monaten auf Gran Canaria beim Spielen verschwunden. Auch Yeremis Eltern hatten sich an die Medien gewandt. Leider habe ihr Fall nicht eine solche Aufmerksamkeit bekommen, beklagten sie. Kate und Gerry McCann trafen auch den spanischen Innenminister Alfredo Perez Rubalcaba. Das britische Paar bat ihn, Suchplakate mit dem Bild ihrer Tochter zu verteilen.

Die Eltern (beide 38) wollen mit ihrer internationalen Medienkampagne das öffentliche Interesse am Schicksal der Vierjährigen wach halten. Nachdem sie am Mittwoch in Rom Trost und Zuspruch bei Papst Benedikt XVI. gesucht hatten, wollen sie demnächst nach Berlin, Amsterdam und Marokko reisen. Madeleine war am 3. Mai aus ihrem Bett in einer Ferienanlage an der Algarve-Küste entführt worden, während ihre Eltern in einem nahe gelegenen Restaurant zu Abend aßen.

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