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Macworld ohne Rede von Steve Jobs

Der Branche der Unterhaltungselektronik wird gleich zu Beginn des kommenden Jahres eines ihrer zentralen Ereignisse fehlen: die Rede von Apple-Chef Steve Jobs auf der Macworld Expo in San Francisco.

An seiner Stelle wird Philip Schiller, der Vizepräsident für das weltweite Produktmarketing, die Eröffnungsrede halten. Fast schon nebensächlich war nach Ansicht von Analysten bei dieser Ankündigung von Apple, dass das Unternehmen zum letzten Mal bei einer Macworld dabei ist und künftig auf Messeauftritte verzichten will.

Die Reden von Jobs auf der Macworld waren immer von großer Spannung begleitet, fast immer gab er Neuerungen bekannt, die eine ganze Branche aufrüttelten. Und stets hob er sich das Interessante bis zum Schluss auf, um seinen Zuhörern “nur noch eine Sache” zu zeigen. Dass jetzt Schiller die Rede halte, zeige auch, dass es bei Apple einen Machtwechsel gebe, erklärt der Analyst Gene Munster von Piper Jaffray in einem Interview. Schiller sei einer von zwei möglichen Nachfolgern für Jobs, sagt Munster. Der andere sei Geschäftsführer Tim Cook.

Die Abwesenheit von Jobs führte gleich zu Spekulationen. Es könne bedeuten, dass Apple dieses Mal keine großen Neuigkeiten anzukündigen habe, sagte Munster. Oder dass es Jobs, der 2004 wegen Krebs behandelt wurde, gesundheitlich wieder schlechter gehe. Apple hätte einiges tun können, damit die Gesundheit von Jobs kein Gesprächsthema ist, kritisierte Munster.

Auf der deutschen Computer-Leitmesse Cebit in Hannover ist Apple schon seit vielen Jahren nicht mehr, jetzt folgen die anderen Messeauftritte. Sie hätten für Apple immer weniger Bedeutung, hieß es in einer Mitteilung. Das Unternehmen erreiche die Menschen über immer vielfältigere Wege, sei es über die eigenen Verkaufsgeschäfte, die mittlerweile mehr als 3,5 Millionen Besucher jede Woche verzeichneten, oder auch über die Website Apple.com, mit der “Hunderte von Millionen Kunden auf der ganzen Welt direkt zu erreichen” seien.

Apple ist längst nicht mehr der Computerkonzern, der die Mac-Rechner herstellt, sondern mit den Abspielgeräten der iPod-Reihe, dem Mobiltelefon iPhone und dem Online-Shop iTunes in andere lukrative Bereiche vorgestoßen.

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