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M. Schumacher gewinnt Farce

Weltmeister Michael Schumacher hat am Sonntag einen Grand Prix gewonnen, der als sportliche Katastrophe in die Formel 1-Geschichte eingeht. Michelin-Piloten nehmen nicht am US-Grand Prix teil.

Der Deutsche landete in Indianapolis vor seinem Ferrari-Teamkollegen Rubens Barrichello seinen ersten Saisonsieg. Allerdings hatten alle sieben der zehn Teams, die mit Michelin-Reifen ausgestattet werden, den Start boykottiert und waren nach der Aufwärmrunde aus Sicherheitsgründen an die Box zurückgekehrt.

Schumacher holte damit in der WM-Wertung fast kampflos zehn Punkte auf und ist nun hinter den Michelin-Opfern Fernando Alonso (Renault/59 Punkte) und Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes/37) mit 34 Zählern Dritter. Als Dritter fuhr der Portugiese Tiago Monteiro im Jordan erstmals auf das Podest. Der Österreicher Patrick Friesacher (Minardi) holte als Sechster und damit Letzter der lediglich sechs ins Rennen gestarteten Piloten die ersten drei WM-Punkte seiner Formel 1-Karriere.


Was zuvor geschah:

Mit dem Italiener Jarno Trulli hat sich ausgerechnet ein Toyota-Pilot am Samstag die beste Startposition für den Formel-1-GP der USA am Sonntag in Indianapolis gesichert. Der Österreicher Christian Klien geht trotz eines um 30 PS stärkeren Motors nur vom 14. Platz aus ins Rennen. Er schlug aber seinen Red-Bull-Teamkollegen David Coulthard um mehr als eine halbe Sekunde und stellte im Trainingsvergleich mit dem Schotten auf 6:2.

Die dritte Qualifying-Bestzeit von Trulli, der seinem neuen Team 0,069 Sek. vor dem Finnen Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes die erste Pole Position überhaupt bescherte, ist in mehrere Hinsicht überraschend. Denn die beiden Reifenschäden an den Toyotas am Freitag und ein Hochgeschwindigkeits-Unfall von Ralf Schumacher, der nun durch Ricardo Zonta ersetzt wird, haben dafür gesorgt, dass über dem neunten WM-Saisonlauf ein großes Fragezeichen steht.

Weil Michelin die Ursachen für die beiden Reifenschäden an den Toyotas nicht erklären kann, wurde den sieben mit französischen Pneus ausgestatteten Teams nahe gelegt, am Sonntag nicht zu starten. Außer neue, auf die speziellen Beanspruchung im Steilkurven-Oval angepasste Reifen, können rechtzeitig eingeflogen und auch verwendet werden. Der Einsatz dieser Reifen würde aber gegen die Regeln verstoßen.

Ein Meeting des Motorsport-Weltverbandes und der Teams im Anschluss an die Qualifikation sollte deshalb klären, ob und unter welchen Umständen das Rennen am Sonntag für die Michelin-Piloten stattfinden kann. Von den drei Bridgestone-Teams hatte Weltmeister Ferrari aber sofort klar gemacht, dass man einer Ausnahmeregeln kaum zustimmen werde.

Die sieben Michelin-Teams sind Renault, McLaren-Mercedes, Williams-BMW, BAR-Honda, Toyota, Sauber und Red-Bull. Klien hatte erst geklagt, dass der Red Bull mit erhöhtem Reifendruck sehr schlecht zu fahren sei. Trotzdem hielt er Coulthard klar in Schach. Auf Bridgestone fahren Ferrari, Jordan und das Minardi-Team von Patrick Friesacher. Der Kärntner hielt den Rückstand mit 3,8 Sek. zwar in Grenzen, kam aber über die 20. und letzte Startposition nicht hinaus.

Vorerst war aber völlig unklar, unter welchen Voraussetzungen am Sonntag das Rennen stattfinden kann. Während der Qualisprint problemlos über die Bühne ging, hatten die Michelin-Piloten zuvor im Freien Training die heikle Steilkurve fast durchwegs gemieden, um die Belastung für die Reifen niedrig zu halten.

Selbst die Teams waren vorerst uneinig, was am Sonntag passieren soll. Während für Renault-Teamchef Flavio Briatore die Sicherheit seiner Piloten über alles geht, steht man bei McLaren-Mercedes einem Antreten weniger kritisch gegenüber, obwohl auch Kimi Räikkönen am Nürburgring wegen eines Reifenschadens einen gefährlichen Unfall gehabt hatte. „Wir haben rechtlich die Verantwortung für unsere Produkte“, machte Michelins Formel-1-Chef Nick Shorrock klar, dass man kein Risiko eingehen werde.

Startaufstellung für den GP der USA in Indianapolis

1. Jarno Trulli (ITA) Toyota 1:10,625 (Schnitt 213,681 km/h)
2. Kimi Räikkönen (FIN) McLaren-Mercedes 1:10,694 + 0,069 s
3. Jenson Button (GBR) BAR-Honda 1:11,277 + 0,652
4. Giancarlo Fisichella (ITA) Renault 1:11,290 + 0,665
5. Michael Schumacher (GER) Ferrari 1:11,369 + 0,744
6. Fernando Alonso (ESP) Renault 1:11,380 + 0,755
7. Rubens Barrichello (BRA) Ferrari 1:11,431 + 0,806
8. Takuma Sato (JPN) BAR-Honda 1:11,497 + 0,872
9. Mark Webber (AUS) Williams-BMW 1:11,527 + 0,902
10. Felipe Massa (BRA) Sauber-Petronas 1:11,555 + 0,930
11. Juan Pablo Montoya (COL) McLaren-Mercedes 1:11,681 + 1,560
12. Jacques Villeneuve (CAN) Sauber-Petronas 1:11,691 + 1,066
13. Ricardo Zonta (BRA) Toyota 1:11,754 + 1,129
14. Christian Klien (AUT) Red Bull-Cosworth 1:12,132 + 1,498
15. Nick Heidfeld (GER) Williams-BMW 1:12,430 + 1,805
16. David Coulthard (GBR) Red Bull-Cosworth 1:12,682 + 2,057
17. Tiago Monteiro (POR) Jordan-Toyota 1:13,462 + 2,837
18. Christijan Albers (NED) Minardi-Cosworth 1:13,632 + 3,007
19. Narain Karthikeyan (IND) Jordan-Toyota 1:13,776 + 3,151
20. Patrick Friesacher (AUT) Minardi-Cosworth 1:14,494 + 3,869

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