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Lustenau will im Austria-Duell den ersten Heimsieg

©gepa
Die Mader-Mannen hoffen auf Treffer des Torgaranten Lukas Fridrikas.

Der SC Austria Lustenau punktete in der Bundesliga in sieben der acht Heimspiele gegen den FK Austria Wien (3S 4U). Einen so hohen Anteil (88%) weist Lustenau in BL-Heimspielen gegen kein anderes Team bei mehr als zwei BL-Heimspielen auf.

Der Ticker vom Spiel Austria Lustenau vs FK Austria Wien

Der FK Austria Wien erzielte im Playoff-Final-Rückspiel gegen den SC Austria Lustenau erstmals seit dem 20. Februar 2021 in einem Spiel der Bundesliga fünf Tore – damals beim 5:1-Heimsieg gegen den SCR Altach.

Der SC Austria Lustenau punktete in Runde 1 gegen den TSV Hartberg erstmals in einem Spiel in Bundesliga nach 2-Tore-Rückstand. In BL-Heimspielen gegen den FK Austria Wien lag Lustenau noch nie mit zwei Toren im Rückstand und ging sogar in sechs der acht Spiele mit 1:0 in Führung, die anderen beiden BL-Heimspiele gegen Austria Wien endeten 0:0.

Die Pressinglinie des FK Austria Wien startete im Spiel gegen den SK Sturm Graz 35,9 Meter vor dem eigenen Tor – so weit hinten wie bei keinem anderen Team am ersten Spieltag dieser Saison der Bundesliga. In der vergangenen Spielzeit lag die Pressinglinie des FAK noch bei 42,1 Meter, das ergibt einen Unterschied von 6,2 Meter weiter hinten – bei keinem anderen Team verschob sich die Pressinglinie so weit nach hinten.

Lukas Fridrikas erzielte 17 Tore in der Bundesliga – alle für den SC Austria Lustenau. Damit stellte er den Klubrekord von Tamas Tiefenbach ein. Gegen den FK Austria Wien traf er in der vergangenen Saison bei drei von vier Einsätzen (3 Tore).

Bei den Wienern gab es nach der Auftaktniederlage gegen Sturm Graz nicht viel Grunde zur Freude. Neben der Niederlage muss man jetzt auch auf Abwehrchef Marvin Martins drei Spiele lang (Sperre) verzichten. Im Laufe der Woche dann auch noch der Wechsel von Haris Tabakovic nach Berlin. Dennoch bleiben die Wiener klar Favorit, so sieht es auch Markus Mader. "Auch wenn Austria Wien zwei gute Spieler nicht bzw nicht mehr im Kader hat, können sie diese durch talentierte Spieler ersetzen. Es macht die Wiener sogar noch etwas unberechenbarer", so der Trainer der Grün-Weißen. "Bisher war ihr Spiel auf Haris zugeschnitten, jetzt werden sei wohl flexibler agieren, die Offensivspieler können variabler auftreten. Spieler wie Fitz, Polster oder Huskovic haben ebenfalls Qualitäten, die wir in Griff bekommen müssen". Markus Mader erwartet einen Gegner, der früh anlaufen und viel Aggressivität gegen Ball zeigen wird: "Sie verfolgen eine klare Spielidee und werden uns sicher früh pressen. Wir müssen daher hellwach sein".

Die Austrias aus Lustenau und Wien treffen am Sonntag (17.00) in der 2. Runde der Fußball-Bundesliga im Reichshofstadion aufeinander und peilen den ersten Saison-Dreier an. Vor allem den Gästen aus der Bundeshauptstadt droht nach dem Heim-0:3 gegen Sturm Graz im Falle einer weiteren Niederlage ein Fehlstart. "Wir müssen da alles raushauen, um in der Liga die ersten Punkte zu holen", sagte Trainer Michael Wimmer. Die Vorarlberger hatten zum Auftakt in Hartberg remisiert (2:2)

Im ersten Saison-Heimspiel stehen Lustenau-Trainer Markus Mader alle Spieler zur Verfügung, auch der zuletzt fehlende Torben Rhein ist wieder gesund. Im Vergleich zum Hartberg-Match, wo seine Elf einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte, forderte der 55-jährige Coach mehr Aggressivität und Kompaktheit von der Mannschaft ein. "Man muss von der ersten Minute an die nötige Leidenschaft zeigen. Die ersten 50 Minuten in der Steiermark waren ein Warnzeichen, so dürfen wir nicht mehr auftreten."

Den Abgang von Goalgetter Haris Tabakovic bei den Wienern wird man im Ländle wohlwollend zur Kenntnis genommen haben, für Mader bleiben die Veilchen aber weiter Favorit. "Es macht die Wiener sogar noch etwas unberechenbarer. Bisher war ihr Spiel auf Haris zugeschnitten, jetzt werden sie wohl flexibler agieren, die Offensivspieler können variabler auftreten."

Im ersten Spiel ohne Tabakovic - dem 2:1-Sieg in der Conference-League-Qualifikation in Banja Luka - ließ Wimmer vorne im Zentrum Andreas Gruber spielen, Unterstützung bekam der 28-Jährige dabei vor allem von Dominik Fitz und Kapitän Manfred Fischer. Laut Medienberichten sind die Favoritner an Ex-LASK-Stürmer Alexander Schmidt interessiert, um die entstandene Lücke zu füllen. Der 25-Jährige steht beim portugiesischen Erstligisten Vizela unter Vertrag, ist dort aber kein Stammspieler.

Wimmer sah in Bosnien, dass es vorne wie hinten noch jede Menge zu verbessern gibt. "Wir müssen mehr Torchancen kreieren, wir müssen in der Restverteidigung besser werden und mehr Kontrolle zu haben." Die Violetten reisten vom Europacup-Schauplatz direkt weiter nach Vorarlberg - im Gepäck ist auch Respekt vor den Lustenauern. "Es wird ein richtig schweres Spiel", so Wimmer.

Zuletzt duellierten sich beide Vereine im Europa-Cup-Play-off zum Abschluss der Vorsaison im Juni. Damals endete die Partie in Vorarlberg 1:1, das Retourmatch ging mit 5:0 an die Wiener.

cg/med

APA

2. Spieltag

SC Austria Lustenau – FK Austria Wien Sonntag 17 Uhr

Alle Spiele, alle Tore von der Bundesliga bis zum Unterhaus


Die Austria

Grün-Weiß erarbeitete sich im ersten Meisterschaftsspiel nach 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden. Ein Punkt für die Moral, im Nachgang an die Partie zeigte sich Markus Mader sehr kritisch mit der eigenen Mannschaft. Diese Meinung hat sich auch einige Tage danach nicht geändert. "Wir nehmen den Punkt in Hartberg natürlich gerne mit, weil wir mehr als die Hälfte der Partie verschlafen haben. Wir waren nicht wirklich am Platz und hätten auch noch höher in Rückstand geraten können", erklärt Mader. "Aber das Team hat Moral bewiesen und sich stark zurück gekämpft. Durch individuelle Qualität und unseren funktionierenden Teamgeist haben wir uns den Punkt durchaus verdient". Damit ist für den Austria-Coach aber alles zum ersten Spiel gesagt. Der Fokus lag schnell auf dem nächsten Gegner und dem ersten Heimspiel. Kadertechnisch kann Markus Mader aus dem Vollen schöpfen, alle Spieler sind fit. "Wir freuen uns riesig auf das erste Heimspiel, wir wollen vor unseren Fans eine starke Leistung abrufen. Torben Rhein ist wieder fit und wahrscheinlich klappt es auch mit der Spielgenehmigung für Rafael Devisate", so Markus Mader. Angesprochen auf jene Punkte, die die Austria besser machen muss als noch in Hartberg hat der Trainer ebenfalls eine klare Vorstellung: "Wir müssen aggressiver gegen den Ball arbeiten und kompakter auftreten als noch in Hartberg. Die Spieler haben gezeigt, dass der Teamgeist passt und das es schon von Vorteil sein kann, wenn man eingespielt ist. Aber man muss von der ersten Minute an die nötige Leidenschaft zeigen. Die ersten 50 Minuten in der Steiermark waren ein Warnzeichen, so dürfen wir nicht mehr auftreten", so Mader abschließend.

2. Spieltag: SK Rapid Wien – Cashpoint SCR Altach 4:0 (2:0)

SK Austria Klagenfurt – Wolfsberger AC abgesagt

SK Sturm Graz – LASK Linz 2:0 (1:0)

FC RB Salzburg – WSG Tirol Sonntag 17 Uhr, SR Spurny

FC BW Linz – TSV Hartberg Sonntag 17 Uhr, SR Weinberger

1. Spieltag

LASK Linz – SK Rapid Wien 1:1 (0:1)

Cashpoint SCR Altach – FC RB Salzburg 0:2 (0:1)

TSV Hartberg – SC Austria Lustenau 2:2 (1:0)

Wolfsberger AC – FC BW Linz 2:1 (1:0)

WSG Tirol – SK Austria Klagenfurt 1:3 (0:1)

FK Austria Wien – SK Sturm Graz 0:3 (0:2)

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