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Lustenau setzt auf Finnen-Power

Drei der vier Vorarlberger Teams in der Eishockey-Nationalliga wollen in der neuen Saison ganz vorne mitmischen. Lediglich der EHC Bregenzerwald steuert nicht zumindest Richtung Top Vier. | Die Trainer

Während Lustenau und Dornbirn ihr Ziel ganz klar mit “Finale” definieren, blieb Feldkirchs sportlicher Leiter Michael Lampert mit “Halbfinale” nur unwesentlich vorsichtiger. Lediglich der EHC Bregenzerwald steuert nicht zumindest Richtung Top Vier – für die eine oder andere Überraschung sind die Sparr-Schützlinge nach der Rückkehr von Offensiv-Verteidiger Arris Tsilichristos aber immer gut. Zumal auch seine schwedischen Landsleute Marcus Abrahamsson in der Abwehr und Topstürmer Tommy Pettersson für einige Gustostückerln gut sein dürften.

Als Favorit der “großen Drei” wird Vorjahresfinalist EHC Lustenau gehandelt, auch wenn Haberl und Co. unter dem neuen russischen Coach Sergej Swetlow ein völlig neues System pflegen. Denn statt der gewohnten Legionärs-Aufteilung mit einem Verteidiger und zwei Stürmern setzen die Lustenauer heuer auf finnische Offensiv-Power pur: Das Trio Jouko Myrrä, Tuomo Harjula und der neu dazugekommene Toni Saarinen soll im Angriff für soviel Wirbel sorgen, dass die einheimische Abwehr dahinter nicht allzuviel Druck bekommen sollte. Dazu darf man nicht vergessen, dass auch die einheimischen Stürmer wie Sigi Haberl oder Timo Nussbaumer zum Besten gehören, was in dieser Liga in den Eishallen unterwegs ist.

Auch der EC Dornbirn setzt wie im Vorjahr auf ein offensives Legionärstrio: Allerdings ist der bewährte Juha Matti Vanhanen notfalls als Verteidiger einsetzbar, mit dem Slowaken Andrej Rajcak wurde zudem ein spielstarker Mittelstürmer mit viel Übersicht verpflichtet. Für die nötigen Tore soll mit Tommy Kiviaho ebenfalls ein Finne sorgen. Mit Daniel Fekete (zuletzt Graz) haben die Messestädter einen weiteren Joker verpflichtet, der im Angriff für Furore sorgen könnte. Die Defensivabteilung wurde durch die bundesligaerfahrenen Roland Divis und Rene Wild verstärkt, auch Talent Dominic Lumetzberger sollte endgültig den Sprung zum Stammverteidiger schaffen. Im Sommertraining wurde die Mannschaft von Karateka Daniel Devigili auf Vordermann gebracht – Präsident Raimund Ganahl: “Die jungen Spieler sind topfit und haben unheimlich viel Biss. Unser Ziel ist ganz klar das Finale – das muss so sein, auch wenn die Liga sicher stärker geworden ist.”

An erster Stelle nennt Ganahl den EHC Feldkirch 2000: Die Montfortstädter haben zwar als einziges Team aus “budgetären Gründen” nur zwei Legionäre unter Vertrag, dafür hat man sich auf mehreren Positionen verbessert. Im Tor sollte der aus Salzburg geholte Markus Seidl ein großer Rückhalt der Schützlinge von Tom Pokel sein, davor stehen mit Michael Lampert, Wolfi Strauss, Michael Rossi und Co. durchwegs erfahrene Haudegen. Und in der Offensive soll neben den beiden Kanadiern Don Kinney und Brent Hobday vor allem Heimkehrer Thomas Sticha für wichtige Impulse sorgen. Auch Christoph Gesson kehrte aus Dornbirn zurück, dazu warten mit Marco Ferrari, Martin Mallinger oder dem erst 15-jährigen Patrick Maier einige Toptalente. Der “spielende sportliche Leiter” Michael Lampert ist jedenfalls guter Dinge: “Wir sind sicher nicht schlechter geworden, auch wenn vielleicht ein Top-Goalgetter fehlt. Aber wir sind mannschaftlich stark und geschlossen – in der Liga schätze ich Lustenau und Zell am stärksten ein.”

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