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Lumper löst Kopf als VFV-Chef ab

Der Wechsel an der Spitze des Vorarlberger Fußball-verbandes ist gut vorbereitet. Dr. Horst Lumper gilt als designierter Nachfolger von Karlheinz Kopf. Acht Jahre hat Kopf den VFV geführt. | Alle Präsidenten

Veränderungen haben stets sein Leben geprägt, auch sein Wirken als Präsident des Vorarlberger Fußballverbandes (VFV) war dadurch geprägt. Am 9. März, anlässlich der ordentlichen Hauptversammlung ist nun Schluss. “Nach reiflicher Überlegung”, wie Karlheinz Kopf gesteht. Es sei naturgemäß “etwas komisch”, nach all den Jahren im Vorarlberger Fußball loszulassen, doch aus seiner Sicht ist der Zeitpunkt ideal. “Mit Horst Lumper habe ich einen idealen Mann gefunden”, so Kopf. Als Grund für einen Verzicht auf eine weitere Amtszeit (Anm. d. Red.: weitere drei Jahre) nennt er vor allem berufliche Gründe. “Meine Tätigkeiten in Wien werden immer intensiver. Deshalb musste ich versuchen, einen möglichen Nachfolger aufzubauen.” Anlässlich der außerordentlichen Hauptversammlung im Herbst 1994 wurde von Kopf deshalb der Grundstein für einen nahtlosen Übergang gelegt. Mit Dr. Lumper und Hans-Peter Meusburger holte er sich neue Leute in den Vorstand.

Acht Jahre im Amt
Nach dem Tod von Albert Götze wurde der Altacher 1998 zum Präsidenten gewählt. Zuvor hatte sich der ehemalige Torhüter als Obmann und späterer Präsident des SCR Altach als Fußballfunktionär profiliert. Seit 1994 gehört er dem VFV-Vorstand an. Seine Amtszeit als Präsident war geprägt von innovativen Veränderungen. So wurde in eine neue Geschäftsstellte (in Hohenems) ebenso investiert wie in die Installierung der Nachwuchsakademie in der Mehrerau. Rund drei Millionen Euro wurden aufgebracht, doch schon 2008 werden sich die Aufwendungen amortisiert haben. “Dank dem Entgegenkommen der Mehrerau, der Stadt Bregenz, des Landes und des ÖFB konnten wir die Talenteförderung auf das jetzige Niveau heben.”

Weiter in ÖFB-Funktion
Als Chef des Challenge-Projektes hat Kopf beim ÖFB in den vergangenen Jahren die Nachwuchsförderung entscheidend mitgeprägt. Für seinen “österreichischen Weg” gab es mancherorts zwar auch Kritik, dabei war Kopf Garant dafür, dass mehr Professionalität in der Talenteförderung Einzug hielt. Seitens des ÖFB gibt es deshalb auch Bestrebungen, den Vorarlberger im Präsidium zu halten. So wurde ihm der Posten des Sportreferenten angeboten. “Ich werde es mir genau überlegen”, meint Kopf dazu. Vorerst will er den Übergang in Vorarlberg regeln. Und sein Ratschlag an seinen designierten Nachfolger Horst Lumper: “Er braucht keine Ratschläge von mir. Er soll seinen eigenen Weg gehen und seinen Stil pflegen. Nirgendwo gibt es so viele, wie im Fußball, die davon überzeugt sind, es besser zu wissen.”


ZUR PERSON: Karlheinz Kopf
Geboren: 27. Juni 1957
Ausbildung: VS Altach, Privatgymnasium Mehrerau, Handelsschule Bregenz
Beruf: Geschäftsführender Gesellschafter der Fa. Sportbau Walser
Familie: verheiratet mit Karin (zwei Kinder)
Politik: Nationalrat der ÖVP, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes


DREI FRAGEN, DREI ANTWORTEN

Dr. Horst Lumper gilt als designierter Nachfolger von Karlheinz Kopf als VFV-Präsident. Der Bregenzer Rechtsanwalt konkretisiert seine Vorstellungen.

VN: Wie interpretierst du die Rolle des VFV-Präsidenten?
Dr. Horst Lumper: “Nicht viel anders als Karlheinz Kopf. Er hat viele Ideen umgesetzt, das soll auch in Zukunft so sein. Durch ihn wurde der Einflussbereich des Verbandes in Wien gestärkt, deshalb hoffe ich, dass er im ÖFB-Präsidium verbleibt. Ich will den Weg mit den Vereinen weitergehen, denn ich denke, der jetzige ist der richtige.”

VN: Deine wichtigste Aufgabe?
Lumper: “Es wird immer schwieriger Funktionäre zu finden. Deshalb sehe ich es meine Aufgabe, neue zu gewinnen. Leute finden, die Geld nicht nur in Spieler sondern vor allem in die Organisation eines Vereines investieren. Negative Beispiele haben wir ja zuletzt im Land erlebt.”

VN: Gibt es personelle Veränderungen?
Lumper: “Wir brauchen einen neuen Vizepräsidenten. Er sollte aus dem Finanzwesen sein und auch ein Insider in Sachen Fußball sein.”


Kommentar: Hausaufgaben sind gemacht
Ein Wechsel an der Spitze eines Verbandes ist der Zeitpunkt um Bilanz zu ziehen. Acht Jahre hat Karlheinz Kopf den Fußballverband im Land geführt. Seine konkreten Vorstellungen hat er in die Tat umgesetzt, manchmal als Diplomat, zuweilen auch ein wenig diktatorisch. Klar, dass da hinter vorgehaltener Hand zuweilen Misstöne zu hören waren. Doch der ehemalige Torhüter, der auch heute noch beim „FC Nationalrat“ zwischen den Pfosten steht, hat den Landesverband in punkto Service und Nachwuchsförderung österreichweit zu einem Vorzeigemodell gemacht. Im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen ist er auch kein Sesselkleber. Er weiß, was wann zu tun ist. Deshalb übergibt er nun ein geordnetes Haus in Hände, die garantieren, die hohe Kompetenz des Verbandes weiterzuentwickeln.

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