LTP Mennel: Schulterschluss gegen Atomkraftwerke

Bregenz – Die drohende atomare Katastrophe in Japan zeigt schonungslos die enormen Risiken auf, die mit der Atomenergie verbunden sind. "Die Technologie ist auch nach über 60 Jahren intensiver Forschung letztlich nicht beherrschbar und eine gravierende Bedrohung für Mensch und Natur", zeigt sich Landtagspräsidentin Bernadette Mennel von den Ereignissen bestürzt.

Der Brief von LH Sausgruber an die Bundesregierung sowie die Mahnwache, die auf Initiative des Grünen Landtagsklubs mit breiter Unterstützung heute vor dem Landhaus stattfinden wird, sind für Mennel “ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Opfern der Katastrophe”.

Trotz des österreichischen Verzichts auf die Nutzung der Kernkraft zur Energieerzeugung ist Vorarlberg von zahlreichen Atomkraftwerken umgeben. Sowohl in der Schweiz wie auch in Deutschland befinden sich grenznah zu Vorarlberg AKW-Standorte. Viele der Schweizer und deutschen Atomkraftwerke sind ähnlich lang am Netz wie die jetzt betroffenen japanischen Kernkraftwerke. Die Vorarlberg nächstgelegenen Schweizer Kernkraftwerke in Beznau sind aus den 60-er Jahren, das bayerische Kernkraftwerk Gundremmingen ist noch älter. Die Erdbebensicherheit dieser Kernkraftwerke ist jedoch nicht auf dem Stand der japanischen Kernkraftwerke.

Alle vier im Landtag vertretenen Parteien beabsichtigen, demnächst in einer gemeinsamen Entschließung ihre Anti-Atom-Haltung erneut zu bekräftigen. “Der Betrieb von Atomkraftwerken ist keine innerstaatliche Angelegenheit. Hier braucht es ein grenzüberschreitendes Umdenken, das zu einem Schulterschluss hin zum Umstieg auf erneuerbare Energieträger führen muss. Die Ereignisse in Japan sind uns Mahnung genug, hier mutig voran zu gehen”, ist für Landtagspräsidentin Mennel die Zeit für eine Energiewende gekommen.

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