AA

London: Al-Kaida droht mit weiteren Anschlägen

Die Extremistengruppe Al-Kaida hat mit neuen Anschlägen in London gedroht. Die Nummer Zwei von Al-Kaida, Ayman al Zawahiri, warnte die Briten in einem Video, die Politik von Tony Blair werde Konsequenzen haben.

Das Terrornetzwerk El Kaida hat Großbritannien und den USA neue Anschläge mit “Hunderttausenden von Toten” angedroht. Der arabische Fernsehsender Al Jazeera veröffentlichte am Donnerstag eine Videobotschaft von Ayman al Zawahiri, dem Stellvertreter von El-Kaida-Chef Osama bin Laden. Das, was nun komme, werde die Anschläge in New York und Washington am 11. September 2001 in den Schatten stellen. Ob das Band echt ist, war zunächst unklar.

„Unsere Botschaft ist klar. Was ihr in New York und Washington gesehen habt, was ihr jetzt im Irak und Afghanistan seht, all das ist nichts im Vergleich zu dem, was ihr als nächstes erleben werdet“, sagte Al Zawahiri an die Adresse Londons und Washingtons.

Al Zawahiri erinnerte die USA und Großbritannien daran, dass Bin Laden ihnen im Gegenzug für einen Abzug ausländischer Truppen aus moslemischen Ländern eine Waffenruhe angeboten habe. „Hat Bin Laden euch nicht gesagt, ihr werdet euch nie wieder in Sicherheit wiegen können, solange es keine Lösung in Palästina gibt und nicht alle ausländischen Truppen aus moslemischem Land abgezogen sind?“, sagte er. „Am Ende werdet ihr (aus Irak und Afghanistan) abziehen, aber zuvor wird es noch Hunderttausende von Toten geben.“

Gleichzeitig machte Al Zawahiri die Außenpolitik des britischen Premierministers für die jüngsten Serien von Terroranschlägen in London verantwortlich. „Blair bringt Zerstörung ins Zentrum von London und wird weitere Zerstörung verursachen, wenn er seine Politik fortsetzt“, sagte Al Zawahiri in Anspielung an den Irak-Einsatz der Briten weiter. Der Stellvertreter Bin Ladens hatte sich zuletzt Ende Juni zu Wort gemeldet.

Zawahiri droht USA mit zweitem Vietnam

Das Terrornetzwerk Al Kaida hat den US-Streitkräften im Irak mit einem zweiten Vietnam gedroht. In einer Videobotschaft rief der stellvertretende Al-Kaida-Chef Ayman al Zawahiri Washington am Donnerstag auf, seine Truppen aus dem Irak abzuziehen. Andernfalls werde das Terrornetzwerk so hart zuschlagen, dass die Gräuel von Vietnam darüber in Vergessenheit geraten würden. Die bisherigen Verluste seien nur ein Vorgeschmack, erklärte Zawahiri in dem vom arabischen Fernsehsender Al Jazeera ausgestrahlten Video.

Er warf US-Präsident George W. Bush, Außenministerin Condoleezza Rice und Verteidigungsminister Donald Rumsfeld vor, ihr Volk zu belügen. An die amerikanischen Bürger gewandt erklärte der Stellvertreter von Osama bin Laden: „Bush, Rice und Rumsfeld haben euch die Wahrheit vorenthalten, dass es keinen Ausweg aus dem Irak gibt ohne sofortigen Rückzug, und jede Verzögerung bedeutet nur mehr Tote, mehr Verluste. Wenn ihr heute nicht geht, werdet ihr sicherlich morgen gehen, und nach Zehntausenden von Toten.“

Die US-Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen außergewöhnlich hohe Verluste zu beklagen: Bei Gefechten im Westen des Irak kamen seit Montag mindestens 22 Soldaten ums Leben. US-Präsident George W. Bush sagte am Mittwochabend, die Verluste seien eine „grauenvolle Erinnerung“ daran, dass sich die USA noch mitten in einem Krieg befinden. „Machen wir uns nichts vor“, sagte er vor einer Versammlung von 2.000 texanischen Abgeordneten in Grapevine. „Wir sind im Krieg.“

Am Donnerstag fielen erneut zahlreiche Iraker der Gewalt zum Opfer. Bei einem Angriff auf eine Patrouille in der Ortschaft Dujail nördlich von Bagdad wurden vier einheimische Soldaten getötet. Nahe einem schiitischen Schrein in Dakuk bei Kirkuk explodierte eine Autobombe, zwei irakische Soldaten und zwei Geistliche wurden getötet. In Kirkuk selbst wurden drei Polizisten aus einem fahrenden Auto heraus erschossen. US-Soldaten töteten unterdessen fünf Aufständische, wie die Streitkräfte mitteilten.

Die irakische Regierung bemüht sich unterdessen um eine Sicherung der Wählerregistrierung für das Verfassungsreferendum im Oktober. Wie das Innenministerium einen Tag nach Eröffnung der 544 Registrierungsstellen am Mittwoch mitteilte, wurde bereits am Montag ein Sondereinsatz der irakischen Sicherheitskräfte gestartet. Die Aktion solle einen Monat lang andauern, sagte Innenminister Bayan Jabr ohne Angabe von Einzelheiten.

Die Lage in den südlichen Provinzen sei bereits sicher, auch in den überwiegend von Sunniten bewohnten Gebieten um Mosul, Salaheddin and Baquba seien die ersten Registrierungszahlen gut. Jabr räumte jedoch ein, es gebe einige Probleme in der Provinz Anbar.

London: Polizeipräsenz verstärkt

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • London: Al-Kaida droht mit weiteren Anschlägen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen