Lohn unwichtig: Mehrheit würde umsonst arbeiten

©Symbolbild/Bilderbox
Die Arbeit hat für viele Menschen einen so hohen Stellenwert, dass sogar rund 67 Prozent dann arbeiten gehen würden, wenn sie das Geld überhaupt nicht brauchen. Trotz zunehmendem Stress scheint die Angst vor der Arbeitslosigkeit zu dominieren. Das zeigt eine aktuelle Studie von British Social Attitudes (BSA).

Obwohl britische Angestellte durchschnittlich viel länger als früher arbeiten und stark unter Stress stehen, genießen viele Menschen noch ihre Arbeit. Rund zwei von drei Mitarbeitern geben in der Studie sogar an, dass sie den Lohn nicht als wichtigstes Resultat ihrer Arbeit sehen.

Bereits 2005 wurde eine vergleichbare Umfrage durchgeführt. Damals waren es gerade einmal 49 Prozent, die selbst dann arbeiten gehen würden, wenn das Geld für sie unwichtig wäre. “Trotz all der Gesprächsthemen über Life-Work-Balance, sieht es nicht so aus, als würden wir diese tatsächlich auch haben”, kritisiert die Psychologin Stephanie Morgan von der London’s Kingston Business School.

Weltweites Phänomen

Nicht nur in Großbritannien ist es so, dass Arbeitende zunehmend unter hoher Stressbelastung stehen. Die Forscher wundern sich deshalb über die Angaben der Befragten. “Es könnte sein, dass die Zufriedenheit mit dem Job aus der Angst vor finanziellen Problemen resultiert. Andererseits haben sich die Arbeitsumstände verändert, so dass Menschen bereit zu mehr Arbeit sind”, so Kirby Swales vom NatCen Survey Centre.

Die Befragten sollten abschließend Auskunft geben, ob sie sich sicher in ihrem Job fühlen. Im Gegensatz zu der stark angestiegenen Zufriedenheit mit der Arbeit, hat sich das Sicherheitsgefühl überhaupt nicht gebessert. “Es scheint so, als ob es zunehmend einfach akzeptiert wird, mehr Arbeit zu haben und Stress zu erleben”, mein Swales abschließend.

(PTE)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Welt
  • Lohn unwichtig: Mehrheit würde umsonst arbeiten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen