Lob für Michelle Hunziker in "Wetten, dass..."

Nach dem Einstand von Michelle Hunziker als Co-Moderatorin von "Wetten, dass..?" gibt es für die Schweizerin fast ausnahmslos Lob. Schlechter sieht es für die Sendung an und für sich und deren Altmeister Thomas Gottschalk aus.
"Wetten, dass..." am 3. Oktober 2009

Mit viel Spannung wurde der Einstand von Michelle Hunziker als Co-Moderatorin von “Wetten, dass..?” erwartet. Vorschuß-Lorbeeren für die sympathische Wahl-Italienerin gab es zuhauf. Doch ebenso wurde daran gezweifelt, ob Hunziker der Samstagabendshow tatsächlich zu neuem Schwung verhelfen könne.

So machte sie eine rundum gute Figur als warmherzige, vor positiver Energie sprühende Moderatorin, die sich nicht zu schade ist, jeder noch so ekligen Wette beizustehen (Stichworte Gummistiefel-Riechen oder Briefmarken-Speichelfäden). Doch Altmeister Gottschalk scheut sich offenbar noch, das Rampenlicht gänzlich herzugeben. Halb scherzhaft, halb herablassend stellte Gottschalk sie als seine “Junior-Partnerin” vor.

Doch der südländische Sonnenschein in Form von Michelle Hunziker kann den Ewig-Moderator ebenso wenig vom Sockel stoßen, wie das Grundkonzept der Sendung ändern. So wirkte die jüngste Ausgabe von “Wetten, dass ..?” – dem “VW-Käfer unter den deutschen Unterhaltungssendungen” (“Die Welt”) – immer noch träge und langatmig. Viel Erklärzeit ist notwendig, um die einzelnen Wetten vorzustellen – deren Unterhaltungswert zudem je länger, je mehr abnimmt. “Deutschland gehen die Ideen aus”, so der Onlinedienst bunte.de. Auch war die Sofa-Talkrunde – das Reich von Gottschalk – träge und farblos. Besonders ernüchternd auch der Auftritt von Oliver Pocher, der nun definitiv den Titel “Deutschlands unlustigster Lustigmacher” für sich beanspruchen kann. Kaum Lacher erntete seine Stand-Up-Einlage.

Michelle Hunziker hingegen bekommt fast ausnahmslos gute Kritiken: Dass das Schweizer Boulevard-Blatt “Sonntagsblick” unter dem Titel “Michelle bezaubert Millionen!” chauvinistische Begeisterung an den Tag legt, ist nicht weiter verwunderlich. Doch auch die Deutschen sind voll des Lobs: “Ein blonder Engel stahl Thomas Gottschalk gestern Abend die Show”, schreibt die “Bild”. “Eins muss man Michelle Hunziker (im sexy Bustierkleid von Ermanno Scervino) jedoch lassen”, schreibt die “Bunte”, “sie ist der wahrscheinlich schönste Sidekick der Fernsehgeschichte. Mit ihrem 1000-Watt-Strahlen wickelt sie nicht nur sämtliche Wettkandidaten um den Finger, am Ende kann auch Gottschalk ihrem Stehaufmännchen-Charme nicht widerstehen”. Auch “Die Welt” befand, “Hunzikers Einstand war sexy und charmant».

Die Einschaltquoten geben dem ZDF – vorerst – recht. Und auch auf dem schweizer Online-Portal “20 Minuten” scheinen die positiven Voten knapp zu überwiegen – wenn auch wenige so offen ihre Beweggründe darlegen wie User Sandro mit seinem entlarvenden Urteil: “Die Sendung war sehr gut. Michelle hat sehr tolle Brüste.”

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