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Ländle-Team liebäugelt mit Kohl

Die Volksbank-Equipe startet bei der Deutschland-Tour und verhandelt mit Bernhard Kohl, dem Dritten der Tour de France.

Mit der über neun Etappen und insgesamt 1408,6 Kilometer führenden Deutschland-Tour (29. August bis 6. September) bzw. den Vattenfall Cyclassics in Hamburg (7. September) startet das Saisonfinale für die Fahrer des Teams Volksbank. Manager Thomas Kofler stellt dabei seinen Akteuren die Rute ins Fenster: “In den nächsten Wochen werden die Karten neu gemischt. Einige haben nicht ganz die Leistungen erbracht, die wir uns vorgestellt haben. Bei der Rundfahrt und dem anschließenden Weltcuprennen haben diese Fahrer die Chance, sich zu rehabilitieren. Es wird sicher punktuelle Veränderungen im Team geben, der Kern soll aber zusammen bleiben.”

Gespräche mit Kohl

Im Hintergrund stellt der Rankweiler bereits die Weichen für das Rennjahr 2009. Neben Gesprächen mit einem möglichen Hauptsponsor hat Kofler auch zahlreiche Verhandlungen mit neuen Fahrern geführt. Der hochkarätigste ist Österreichs Rad-Ass Bernhard Kohl, heuer bei der Tour de France sensationeller Dritter im Endklassement. “Ich kenne Bernhard seit vielen Jahren, wir waren bereits gemeinsam im Urlaub. In einem sehr offenen Gespräch hat er mir erklärt, dass unser Team eine der fünf in der engeren Wahl stehenden Equipen ist, für die er kommende Saison in die Pedalle treten könnte”, wusste Kofler. Im Rahmen der Deutschland-Tour will Kofler konkret die Möglichkeiten für einen Wechsel prüfen.

TdF-Start bleibt ein Ziel

Mit der Verpflichtung des Überraschungsmanns der diesjährigen Tour de France würden natürlich die Chancen steigen, 2009 erstmals bei der prestigeträchtigsten Rundfahrt dabei zu sein. “So wie es aussieht, gibt es nächstes Jahr keine Pro-Tour-Klasse mehr. Dadurch hätten alle Profiteams die gleichen Chancen auf eine Einladung,” meint Kofler. Als “Bonus” könnte sich hier die Mitgliedschaft an der MPCC (Vereinigung für einen glaubwürdigen Radsport) auswirken. “Die quartalsmäßig geforderten Blutkontrollen aller Fahrer kosten uns rund 90.000 Euro im Jahr. Sofern die zuständigen Herren ihr Wort halten und in Zukunft nur noch Teams der MPCC zu Rundfahrten eingeladen, wäre dies ein großer Vorteil für uns.” Überhaupt soll der Weg der kleinen Schritte beim Volksbank Radteam ab sofort der Vergangenheit angehören. “Wir haben in den letzten zehn Jahren schöne Erfolge gefeiert, sicherlich unsere Fehler gemacht und mussten dementsprechend auch Rückschläge hinnehmen. Doch mittlerweile haben wir einen guten Namen in der Szene. Jetzt wollen wir, sofern es die wirtschaftliche Lage zulässt, die nächsten Akzente setzten”, blickt Kofler nach vorne, “am besten schon bei den kommenden Rennen.”

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