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Ländle-Jäger distanzieren sich von Rüpel-Weidmann

Feldkirch -  Liechtensteiner soll Wanderer mit Mord bedroht haben – Pachtvertrag mit Stand Montafon wird auslaufen.
Hier soll es zu Morddrohungen gekommen sein

„Verschwindet, ihr Scheiß-Piefke! Das hier ist Privatbesitz, sonst erschieß ich euch“, soll der Jagdpächter zu Wanderern aus Götzis, die im Herbst auf einem ausgeschilderten Wanderweg in Gargellen unterwegs waren, gesagt haben. Deshalb saß der in Liechtenstein geborene Vertreter des Swarovski-Kristall-Clans in der Vorwoche vor Gericht.

Jäger distanzieren sich

Die VN berichteten vergangenen Samstag, wie sich der Mittfünfziger auch vor Gericht nicht einbremsen wollte: „Ich habe kein Wort von Erschießen gesagt. Was will man mir hier eigentlich unterstellen!“, echauffierte sich der Angeklagte. „Wir versuchen den Sachverhalt aufzuklären. Sie sind hier der einzig Aggressive“, wies die Richterin den Mann zurecht. Jedenfalls benahm sich der im Kanton St. Gallen wohnhafte Unternehmer – sein Einkommen gab er vor Gericht mit 10.000 Euro netto pro Monat an – vor Gericht arrogant und unbeherrscht. Den Vorarlberger Grünröcken ist der Zwischenfall mit dem in Vorarlberg jagenden Liechtensteiner Staatsbürger sauer aufgestoßen: „Wenn sich die Vorwürfe so bestätigen, ist seine Vorgangsweise absolut inakzeptabel. Nicht nur im Einzelfall – das beschädigt den Ruf der Jagd und der Jäger insgesamt“, sagt Landesjägermeister Ernst Albrich den VN. Die Vorarlberger Jägerschaft ist als Verein organisiert – „und da ist dieser Herr kein Mitglied“, distanzieren sich die heimischen Jäger klar vom Swarovski-Teilhaber. Dessen Zeit im Montafon scheint ohnehin abzulaufen. Größter Grundeigentümer der nebeneinanderliegenden Eigenjagden, die der Liechtensteiner gepachtet hat, ist der Stand Montafon. Zuletzt wurde die Pacht in der Standessitzung vom 17. Oktober 2006 verlängert – auf sechs Jahre, wie es im Vorarlberger Jagdgesetz vorgesehen ist. „Die Jagd läuft also noch zwei Jahre“, bestätigt Standesmitarbeiter Hubert Malin. Der Liechtensteiner Pächter will aber nicht mehr weiter im Montafon jagen. „Er war schon vor dem Zwischenfall bei mir im Büro und hat angekündigt, dass er die 850-Hektar-Jagd nicht mehr verlängern will“, so Malin. Dies hat zwei Seiten: „100.000 Euro bringt uns die Verpachtung pro Jahr. Für den Forstfonds ist das ein wichtiges Einkommen“, sagt Standesrepräsentant Rudi Lerch. Doch auch für ihn ist der Vorfall inakzeptabel. Er will den weiteren Verlauf des Prozesses genau verfolgen. Wann der Jagdpächter das nächste Mal vor Gericht muss, steht noch nicht fest.

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