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Ländle Industrie verlor an Dynamik

Die Entwicklung der Vorarlberger Industrie hat im ersten Quartal 2007 zwar leicht an Dynamik eingebüßt, der Industrie-Motor läuft aber weiterhin gut.

Das geht aus der aktuellen Umfrage der Industriellenvereinigung Vorarlberg (IV) und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer hervor. Laut Umfrage werden die Produktionstätigkeit und die Auslastung der Kapazitäten in den nächsten Monaten weiter steigen. Auch der Beschäftigtenstand sollte sich erhöhen.

„Die Geschäftslage befindet sich auf einem hervorragenden Niveau. Mit einem Geschäftsklima-Index von 46,3 Prozent liegt die Vorarlberger Industrie weiterhin im Bundesländer-Mittelfeld“, verwies Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie in der Vorarlberger Wirtschaftskammer, am Donnerstag auf das „hervorragende Niveau der Geschäftslage“. Insgesamt beteiligten sich daran 54 Industriebetriebe mit 20.623 Beschäftigten.

Die aktuelle Geschäftslage wurde von 75 Prozent der befragten Unternehmen als „gut“ und nur von drei Prozent als „schlecht“ bezeichnet. Gegenüber dem letzten Quartal 2006 hat sich der Saldowert (Differenz aus Gut- und Schlecht-Meldungen) damit um acht Prozentpunkte verschlechtert. Etwa gleich bleibend wird die Geschäftslage in sechs Monaten erwartet.

Ein sehr positives Bild ergab die Umfrage in Bezug auf die Produktionstätigkeit in drei Monaten. 58 Prozent der Betriebe sind der Meinung, dass sie steigen wird. Der Saldowert hat sich damit vom vierten Quartal 2006 auf das erste Quartal 2007 um 42 auf 56 Prozentpunkte gesteigert. Die Auslastung der Produktionskapazität in drei Monaten wird ebenfalls positiv beurteilt. 48 Prozent der Unternehmen glauben an eine erhöhte, 49 Prozent an eine gleichbleibende Auslastung.

43 Prozent der Betriebe beabsichtigen, in den drei kommenden Monaten neue Mitarbeiter einzustellen, 56 Prozent wollen ihren Mitarbeiterstand halten. Bei den Verkaufspreisen bleibt die Situation angespannt. Während 15 Prozent der Unternehmen eine Steigerung der Preise erwarten, rechnen elf Prozent mit fallenden Preisen. Der Bestand an Auslandsaufträgen ist laut Amann „minimal rückläufig, aber noch immer auf einem hohen Niveau“.

Die Anspannung hinsichtlich der Verkaufspreise zeigt sich besonders deutlich bei der Aufschlüsselung nach Branchen. Während man sich in der Maschinen-/Metallindustrie diesbezüglich optimistisch zeigt, rechnen die anderen Branchen mit sinkenden Preisen. In der Elektroindustrie erwarten gar 38 Prozent der Unternehmen eine Verschlechterung.

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