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Lkw-Kontrollplatz im Ländle: Das ist der Vorschlag der Grünen

Auf diesem Grundstück soll ein Lkw-Kontrollpunkt entstehen.
Auf diesem Grundstück soll ein Lkw-Kontrollpunkt entstehen. ©VOL.AT/Mayer
In ganz Vorarlberg gibt es derzeit nur einen einzigen Lkw-Kontrollplatz. Das wollen die Grünen nun ändern und präsentieren ihren Vorschlag.
Kontrollpunkt am Ikea-Grundstück
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Die systematische und stichprobenartige Überprüfung von Kraftfahrzeugen ist ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit. Lkw-Kontrollplätze machen sichere und umfassende Kontrollen möglich. Derzeit gibt es in ganz Vorarlberg einen einzigen Lkw-Kontrollplatz und zwar in Nüziders. Geht es nach den Grünen, lässt sich das schnell und unkompliziert ändern. Ergebnisse der Schwerpunktkontrollen im September letzten Jahres bestätigen, dass mehr Kontrollen nötig sind: Jedem zweiten der bei Schwerpunktkontrollen auf der Autobahn A14 untersuchten Lkw musste die Polizei die Weiterfahrt wegen "Gefahr in Verzug" untersagen. Allein in einer Woche wurden 200 Anzeigen erstattet - wegen technischer Mängel, mangelnder Ladungssicherung, Gewichtsüberschreitungen und Verstößen gegen Lenk- und Ruhezeiten. Besonders Lkw sind laut einer VCÖ-Studie aus dem Jahr 2019 tödliche Unfallgegner. Obwohl sie an nicht einmal vier Prozent der Verkehrsunfälle beteiligt sind, waren Lkw im Zeitraum 2014 bis 2018 an jedem siebten tödlichen Verkehrsunfall beteiligt.

Konstruktive Zusammenarbeit

Die Bundesregierung bekennt sich zur Reduktion der Schwerverkehrsbelastung und sichert den Bundesländern ihre Unterstützung bei Maßnahmen zur Bekämpfung zu. Auch die Landesregierung sieht den Bedarf nach weiteren Kontrollmöglichkeiten und setzt sich für die Schaffung ausreichender Verkehrskontrollplätze entlang der Autobahn und Schnellstraßen ein. Auch die Gemeinden können einen Beitrag zur Verkehrssicherheit leisten, indem sie mit lokalen Lösungen und Angeboten selbst aktiv werden. Mit dem Vorschlag für den Standort einer Lkw-Kontrollstelle im Unterland wollen die Grünen zeigen, wie konstruktive Zusammenarbeit zwischen Gemeinden und Land aussehen kann.

Kontrollpunkt am Ikeagrundstück

Der neue Kontrollpunkt soll in Lustenau an der Dornbirner Straße entstehen. Und das auf genau jenem Grundstück zwischen McDonald's und Nutzfahrzeuge Haubner, das bereits für den Bau eines Ländle-Ikea in Betracht gezogen wurde. Das Grundstück ist im Eigentum der Gemeinde Lustenau und eignet sich aufgrund seiner Lage an der L204 hervorragend für eine Kontrollstelle. Stellt die Gemeinde einen Teil des Grundstücks - eine rund 200 Quadratmeter große Fläche - zur Verfügung, können Lkw angehalten und überprüft werden, ohne dass es zu einer Behinderung des Verkehrsflusses kommt. Die Verkehrsabteilung der Polizei, die Autobahnpolizei, die Schwerverkehrskontrollorgane der Bezirkshauptmannschaft, der mobile Prüfzug der ASFINAG und der Zoll könnten diesen Standort gemeinsam je nach Bedarf nutzen.

Antrag bereits eingebracht

Die Grenzlage zur Schweiz macht Lustenau zu einem Transit-Ort. Der Lkw-Korridor München-Mailand sowie das einzige 24-Stunden geöffnete Zollamt zwischen Österreich und der Schweiz befinden sich in Lustenau, was den Transitverkehr fördert. Eine Möglichkeit, diese Lkw zu kontrollieren, gebe es derzeit nicht, so die Grünen. Das Errichten einer Lkw-Kontrollstelle wäre schnell, unkompliziert und kostengünstig möglich. Binnen weniger Monate könnten mit geringem finanziellen Aufwand die notwendigen baulichen Maßnahmen umgesetzt werden. Notwendig sind lediglich die Befestigung der Fläche und begleitende Verkehrssicherheitsmaßnahmen, um passierende Lkw kontrollieren zu können. Im Verdachtsfall könnten Fahrzeuge zudem zur weiteren technischen Überprüfung in die Prüfhalle nach Lauterach gebracht werden. Die Grünen Lustenau haben bereits einen Antrag in der Gemeindevertretung eingebracht, um einen Teil des Grundstückes bis auf Widerruf der Bundespolizei für Kontrollzwecke zur Verfügung zu stellen. Die Gemeindevertretung fordert zudem den Bürgermeister auf, Gespräche mit dem Land und der Bundespolizei aufzunehmen.

(Red.)

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