Vorarlberger Impftage: 50.000 Termine in zehn Tagen

Das Pressefoyer im Livestream.
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Innerhalb dieser zehn Tage werden 50.000 Impftermine angeboten, wie LH Wallner heute beim Pressefoyer bekannt gab.
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Pressefoyer der Vorarlberger Landesregierung "Vorarlberger Impftage von 11. bis 21. November" mit Landeshauptmann Markus Wallner, Landesrätin Martina Rüscher und Robert Spiegel, Impfkoordinator der Vorarlberger Ärztekammer.

"Hoffentlich letzte Welle brechen"

Um die "hoffentlich letzte Welle der Pandemie zu brechen", finden von 11. bis 21. November die Vorarlberger Impftage statt, verkündet Landeshauptmann Wallner am Dienstag beim Pressefoyer. Er wisse, für Teile der Bevölkerung sei die aktuelle Zeit eine Zumutung, nicht einfach und mit Druck verbunden. Wallner sei auch "weit davon entfernt, alle Ungeimpften zu verteufeln", bitte aber um Verständnis, dass man alles tun müsse, um die nötige Durchimpfung zu erreichen und die Spitäler zu schützen.

Eine Spielregel habe sich maßgeblich geändert, so Wallner: Experten haben erst kürzlich mitgeteilt, dass eine Auffrischung der Impfung nach sechs Monaten nötig ist. Damit hänge teils auch das aktuelle Infektionsgeschehen zusammen. Neben der Steigerung der Impfquote sei deshalb auch eine starke Konzentration auf die dritte Impfdosis notwendig. Es zeige sich in anderen Ländern, dass sowohl und in erster Linie die dritte Impfung als auch eine hohe Durchimpfungsrate einen deutlichen Unterschied machten.

50.000 Impftermine in zehn Tagen

Die Bereitschaft zur Impfung steige derzeit spürbar. In der vergangenen Woche wurden in Vorarlberg über 7.300 Impfungen verabreicht, 2.540 davon waren Erstimmunisierungen. In der Woche davor waren es, bei durch die Herbstferien eingeschränktem Angebot, 1.510 Erstimpfungen. Eine wesentliche Entscheidung zur Steigerung der Impfquote sei nun gefallen: Bei den "Vorarlberger Impftagen" von 11. bis 21. November werden ab Donnerstag 50.000 Impftermine in zehn Tagen angeboten, führt Landesrätin Martina Rüscher aus. Diese konzentrierte Impfaktion solle als Wellenbrecher für all jene dienen, die aktuell auf Impftermine warten. Bei Bedarf sei daran gedacht, die Aktion zu wiederholen. Ebenfalls stark ausgebaut wird das Angebot der Teststationen.

Impfen lassen kann man sich in Vorarlberg weiterhin in Impfzentren, Einkaufszentren und Ordinationen, sowohl mit als auch ohne Anmeldung, wobei das Land um Anmeldung bittet. Das vereinfache einerseits die Planung, andererseits verkürze es auch die Wartezeit für den Patienten deutlich. Weil Wohnzimmertests nicht mehr gelten, werden die Öffnungszeiten vorerst in den Teststationen Hohenems und Nüziders ausgeweitet, andere könnten folgen.

Frühe Auffrischung empfohlen

Robert Spiegel, Impfkoordinator der Vorarlberger Ärztekammer, erklärt: "Impfen ist nicht alles, aber die schlagkräftigste Basis, die wir haben." Er betonte aber, dass auch Maßnahmen wie Lüften, Abstand halten und Maske tragen weiterhin Gebot der Stunde seien. Ein Schwerpunkt seien aktuell die fehlenden Erstimpfungen, gerade auch in der jungen Bevölkerung: Es sei weiterhin eine "Pandemie der Ungeimpften". Der zweite Schwerpunkt liege bei den Drittimpfungen: "Wir mussten lernen, dass die Wirkung nach sechs Monaten deutlich nachlässt, deshalb wird die frühere Auffrischung empfohlen. Das ist an sich nichts Besonders, wie auch bei der Hepatitis- oder der Zeckenimpfung."

Saisonale Covid-19-Impfung?

Ob auch die Impfung gegen Covid-19 sich künftig zu einer saisonalen Impfung entwickeln werde, könne man derzeit noch nicht sagen, stellt der Landeshauptmann klar: "Da muss man ehrlich zur Bevölkerung sein." Wenn man es nicht schaffe, der Bevölkerung die Bedeutung der dritten Impfdosis klarzumachen, "dann beginnen wir im Frühjahr wieder von vorne, dann waren die vergangenen zwei Jahre Pandemiebekämpfung umsonst".

(VOL.AT, APA)

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