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"Forderungen zum Schutz der Landesgrünzonen"

13 Instituionen präsentieren ihre Forderungen für die Landesgrünzone.
13 Instituionen präsentieren ihre Forderungen für die Landesgrünzone. ©VOL.AT/Mirjam Mayer
Ein Zusammenschluss von 13 Vorarlberger Vereinen und Institutionen fordert von der Landesregierung den sofortigen Stopp der Entnahme von Flächen aus der Landesgrünzone für fünf Jahre.
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Die Landesregierung solle die "Nachdenkpause" zur Entwicklung "tauglicher Strategien zur Umsetzung des Raumbilds 2030 und zur Sicherung der Grünzone" nutzen, so die Initiatoren am Freitag.

Endlich ernst machen! Forderungen zum Schutz der Landesgrünzone


"Der rasante Verbrauch von Grünflächen in Vorarlberg gefährdet eine nachhaltige Entwicklung", so Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger. Die Grünzone sichere die Lebensmittelversorgung, speichere Kohlenstoff, bedeute Biodiversität, diene dem Wasserrückhalt und der Wärmeregulierung. "Grünzone ist Klimaschutz. Sorgsamer mit Grund und Boden umzugehen ist ein Gebot der Stunde", betonte Moosbrugger.

Das sind die Forderungen

So funktioniert Raumplanung

So geht es weiter

Martin Strele, Obmann des Vereins Bodenfreiheit, sah dringenden Handlungsbedarf. Derzeit würden in noch nie da gewesenem Tempo Flächen aus der Landesgrünzone herausgelöst. Dabei habe die Landesregierung erst kürzlich im Raumbild 2030 beschlossen, die Grünzone zu erhalten und in ihrer Qualität zu stärken. Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) sei hier "unglaubwürdig". Josef Mathis, Sprecher von vau|hoch|drei erklärte ebenfalls, in der Praxis zeige sich ein völlig anderes Bild als im Beschluss der Landesregierung.

Diese hatte im April in Überarbeitung des über 40 Jahre alten Konzepts mit dem Raumbild 2030 eine Grundlage für die künftige Raumplanung präsentiert. Wenn Flächen aus der Landesgrünzone herausgenommen werden, dann nur im Ausnahmefall und unter Einhaltung bestimmter Regeln für die Kompensation, verkündete die Regierung. Die Festlegung dieser Regeln sollen in einem Aktionsplan in den kommenden Jahren erarbeitet werden, nach fünf Jahren soll der Raumbericht breit auch öffentlich diskutiert und evaluiert werden.

Für diese Zeit forderte die Allianz nun einen Stopp der Flächenentnahme, "bis der erste Raumbericht vorliegt". Zudem forderte die Initiative die Festlegung von Regeln, sollte im Ausnahmefall eine Entnahme stattfinden, und regionale Landschaftsentwicklungskonzepte mit Schwerpunktgebieten und -nutzungen, etwa für die Landwirtschaft oder ökologisch bedeutsame Gebiete, sowie eine aktuelle Bestandsaufnahme und Widmungsbereinigung der gesamten Flächen der Landesgrünzone. Ihr Erhalt sei "eine der wichtigsten Fragen für die nächsten Generationen", war Hildegard Breiner, Obfrau des Naturschutzbundes, überzeugt.

Der Allianz gehören unter anderen die Landwirtschaftskammer, der Vorarlberger Naturschutzbund und Naturschutzrat an, ebenso der Vorarlberger Alpenschutzverein, der Alpenverein, Bio Austria Vorarlberg, die Raumentwicklungs-Initiativen vau|hoch|drei, Verein Bodenfreiheit und weitere Bürgerinitiativen. Weitere Unterstützer seien willkommen, hieß es.

Auch die Österreichische Hagelversicherung schloss sich an. Vorstandsvorsitzender Kurt Weinberger erklärte, der rasante Bodenverbrauch gefährde die Selbstversorgung in Österreich. "Der Selbstversorgungsgrad bei Brotgetreide beträgt nur mehr 85 Prozent, bei Obst und Gemüse nur mehr 50 Prozent. Wir sind also jetzt schon sehr verletzbar", so Weinberger. Der Klimawandel sei angesichts von Dürren und Überschwemmungen Faktum, beschleunigt durch den Bodenverbrauch.

Nutzbare Flächen sind in Vorarlberg, vor allem im Rheintal mit seinem Bevölkerungszuwachs, knapp geworden. Um die Nutzung streiten sich expandierende Wirtschaft, Landwirtschaft, Natur- und Umweltschützer. Ihren Anfang nahm die breit geführte Diskussion mit den inzwischen gescheiterten Ansiedelungsplänen der Großbäckerei Ölz, die dafür in Weiler (Bezirk Feldkirch) Flächen aus der Landesgrünzone entnehmen wollte. Erst im Mai 2019 bewilligte die Landesregierung dem Kunststoffhersteller Alpla in Fußach (Bezirk Bregenz) und Hydro Extrusion in Nenzing (Bezirk Bludenz) ein "Anknabbern" der Grünzone im Ausmaß von 3,7 Hektar bzw. sechs Hektar, im Fall von Alpla ohne quantitative Kompensation.

(APA)

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