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Reha- und Kurhäuser schließen am Wochenende

©ABD0152_20200317 - WIEN - …STERREICH: Gesundheitsminister Rudolf Anschober (GrŸne) und Innenminister Karl Nehammer (…VP) am Dienstag, 17. MŠrz 2020, anl. der PK "neueste Entwicklungen in Sachen Corona-Virus" im Bundeskanzleramt in Wien. - FOTO: APA/HELMUT FOHRINGER - CoronaBKA2020
Die am Mittwoch von Gesundheitsminister Rudolf Anschober angekündigte Schließung von Rehakliniken und Kuranstalten wird erst am Wochenende umgesetzt.
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Das sagte der Minister am Donnerstag auf einer Pressekonferenz. Der entsprechende Erlass werde gerade erarbeitet und "ab dem Wochenende gültig sein". Jene Patienten, die einen akuten Behandlungsbedarf haben, werden aber weiter betreut.

Ursprünglich war betreffend des Zeitpunkts der Schließung von Donnerstagmittag die Rede gewesen, diese folgt nun etwas später. Anschober stellte am Donnerstag klar, dass für jene, die es dringend brauchen die Rehabilitationsmaßnahmen weitergehen werden: "Menschen, die einen ganz akuten Betreuungs- und Behandlungsbedarf haben (etwa bei Krebs- oder Schlaganfallpatienten, Anm.) werden weiter betreut."

Kapazitäten für Corona-Kranke nützen

Die durch die Schließung von Kurhäusern und Rehabilitationseinrichtungen frei werdenden Ressourcen sollen dann für die Behandlung von am Coronavirus Erkrankten verwendet werden. "Es gehe darum, die dann frei werdenden Ressourcen zu nützen", so Anschober. Man wolle so die Spitäler entlasten.

Die Nutzung der frei werdenden Ressourcen soll rasch beginnen: "Ab nächster Woche voraussichtlich werden wir das in Gang bringen können." Es sollen so Kapazitäten geschaffen werden für jene Corona-Kranke, die leichte Krankheitsverlauf haben.

Sondersendung nach der PK des Bundes

Appell zur Einhaltung der Ein-Meter-Regel

Gemeinsam mit Innenminister Karl Nehammer appelliert Gesundheitsminsiter Anschober dringend an die Bevölkerung, die 1-Meter-Abstandsregel einzuhalten.

"Der Ein-Meter-Grundabstand kann rettend sein", so Anschober. "Das ist das wichtigste Grundprinzip."

Auch Nehammer sprach von einem "dringenden Appell": "Die Ein-Meter-Sicherheitsregel ist nicht irgendeine, sondern die dringende Empfehlung der Gesundheits-Experten und Expertinnen, damit wir eine Chance haben, das Virus einzudämmen, damit ältere Menschen nicht sterben müssen."

Alle tragen Mitverantwortung

"Es ist möglich, hinauszugehen, aber eigenverantwortlich darauf zu achten, dass man niemanden gefährdet und infiziert", sagte Nehammer. An "alle, die jetzt die Sonnenstrahlen genießen, Sport betreiben: Alle tragen Mitverantwortung, dass sich das Virus nicht ausbreitet". Sollte der Ein-Meter-Abstand unterschritten werden, "wird die Polizei einschreiten, informieren, und bei Nicht-Befolgen handeln".

Grundsätzlich zeigten sich die beiden Minister über die Mitwirkung der Österreicher an den Maßnahmen sehr zufrieden. "Wir sehen, dass alle großartig mitmachen", dies sei "fantastisch", sagte Anschober. Das Befolgen der Einschränkungen sei "der einzige Weg, dass man italienische, lombardische Verhältnisse vermeidet". Nehammer verwies darauf, dass der öffentliche Verkehr bereits um 90 Prozent zurückgegangen sei. An die Bevölkerung richtete er seinen "großen Dank".

Sparziergänger-Regel

Eine Klarstellung gab es am Donnerstag seitens des Gesundheitsressorts betreffend der Spaziergänger-Regel: Das Auto darf man zur Anreise zum Spaziergang oder Luftschnappen weiterhin verwenden, hieß es gegenüber der APA. Verboten ist nach wie vor, Öffentliche Verkehrsmitteln zu nutzen, um derartigen Freizeitaktivitäten nachzugehen. Dieses Verbot ist in der Verordnung zu den "Ausgangsbeschränkungen" klar festgehalten.

(APA)

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