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Literaturnobelpreis geht an US-Lyrikerin Louise Glück

Louise Glück, die Gewinnerin des Literaturnobelpreises 2020.
Louise Glück, die Gewinnerin des Literaturnobelpreises 2020. ©APA/AFP
Die 77-jährige US-amerikanische Lyrikerin und Essayistin Louise Glück erhält den Literaturnobelpreis 2020.

Diese überraschende Entscheidung gab die Schwedische Akademie heute, Donnerstag, bekannt. Die Wettbüros sahen zuletzt die aus Guadeloupe stammende Autorin Maryse Condé vorne.

Stockholm. Verliehen wird die mit heuer mit zehn Millionen Schwedischen Kronen (rund 950.000 Euro) dotierte Auszeichnung gemeinsam mit den übrigen Nobelpreisen am 10. Dezember, dem Todestag des schwedischen Dynamiterfinders und Preisstifters Alfred Nobel, in Stockholm. Im Vorjahr waren nach Turbulenzen in der Akademie und der damit verbundenen Aussetzung der Preisvergabe gleich zwei Preisträger bekanntgegeben worden: Die Polin Olga Tokarczuk wurde für 2018 ausgezeichnet, der Österreicher Peter Handke für 2019.

Literaturnobelpreisträger der vergangenen 20 Jahre

Der Literaturnobelpreis wurde zum ersten Mal im Jahr 1901 vergeben. Heuer erhält die 77-jährige US-amerikanische Lyrikerin und Essayistin Louise Glück den Preis. 14 deutschsprachige Autoren bekamen die renommierte Auszeichnung seitdem, zuletzt Peter Handke 2019, zuvor zum Beispiel auch Elfriede Jelinek (2004), Günter Grass (1999), Heinrich Böll (1972), Hermann Hesse (1946) oder Thomas Mann (1929).

Die Geehrten seit dem Jahr 2000:

  • 2020: Louise Glück (USA)
  • 2019: Peter Handke (Österreich)
  • 2018: Olga Tokarczuk (Polen; der Preis wurde 2019 nachgeholt)
  • 2017: Kazuo Ishiguro (Großbritannien, in Japan geboren)
  • 2016: Bob Dylan (USA)
  • 2015: Swetlana Alexijewitsch (Weißrussland)
  • 2013: Alice Munro (Kanada)
  • 2012: Mo Yan (China)
  • 2011: Tomas Tranströmer (Schweden)
  • 2010: Mario Vargas Llosa (Peru)
  • 2009: Herta Müller (Deutschland)
  • 2008: J.M.G. Le Clézio (Frankreich)
  • 2006: Orhan Pamuk (Türkei)
  • 2005: Harold Pinter (Großbritannien)
  • 2004: Elfriede Jelinek (Österreich)
  • 2003: John M. Coetzee (Südafrika)
  • 2002: Imre Kertész (Ungarn)
  • 2001: V.S. Naipaul (Großbritannien)
  • 2000: Gao Xingjian (Frankreich)

(APA)

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