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Liste Kiebitz will Landtag "durchlüften"

Bregenz - Mit der "Unabhängigen und freien Bürgerliste Kiebitz" hat sich am Mittwoch die wohl idealistischste Partei präsentiert, die zur Vorarlberger Landtagswahl 2009 antritt.

Vorrangiges Ziel von Initiator Helmut Putz, der gemeinsam mit seiner Partnerin Nicole Metzler kandidiert, ist es, den “Spirit” der Menschlichkeit und Grundwerte wie Ehrlichkeit, Brüderlichkeit, Freiheit und Gleichheit in den Landtag zu bringen. “Kiebitz lüftet den Landtag durch”, verkündete Putz bei der Vorstellung des Programms in einer Hütte am Rohrspitz (Naturschutzgebiet Rheindelta).

Sein Antreten begründete Putz damit, dass er die genannten “Kiebitz”-Grundwerte in keiner Partei vorgefunden habe. Als kleine Liste wolle man einen Anstoß geben. Ob der Wähler diesen “kleinen Samen” in den Landtag pflanzen wolle, überlasse man ganz ihm. “Wir rechnen nicht mit weiß Gott was”, so der 49-jährige Management-Trainer und ausgebildete Clown zu den Aussichten seiner Liste. Sollte der Einzug in den Landtag nicht klappen, wäre er “nicht enttäuscht. So wie’s ist, ist es ok”. Die Anliegen des “Kiebitz” sind Gesundheit, Wohlstand und Bildung für alle. Es gehe ihm um einen “Bewusstseinssprung, dass wir alle im gleichen Boot sitzen”.

Die Menschen, die oft nur mehr als Unkostenfaktor gesehen würden, hätten das Vertrauen in die Politik verloren und suchten in Krisenzeiten Halt. Viele würden durch Arbeitslosigkeit und Armut immer mehr ins Abseits gedrängt und werden laut Putz irgendwann eine “kritische Masse” bilden, was zur Eskalation führen wird. In der Politik kämpften alle gegeneinander, statt Vorbild zu sein und “Volksdiener”. Die Menschlichkeit, die an erster Stelle stehen müsste, komme zu kurz, es gehe “viel Energie für Streitereien drauf”, so der Spitzenkandidat.

Beim “Durchlüften” des Landtags durch den “Kiebitz” will Putz “Gerümpel und Schrott” ausmisten. “Wenn dann wieder alle Luft zum Atmen haben, ist ein menschliches Miteinander möglich”, so Putz. “Die große Krise kommt erst, und die müssen wir gemeinsam durchstehen. Krisis ist auch eine Entwicklungschance”, betonte der Spitzenkandidat. Gerade jetzt brauche es Idealisten, denn “wir sind in einer Umbruchszeit”.

Das Wort “Wahlkampf” hört Putz nicht gerne. “Da ist schon wieder Gewalt drin. Wir machen Wahlwerbung”, stellte er klar. Er sprach sich dafür aus, dass Parteien ihre Wahlkampfkosten selbst tragen und drastisch reduzieren, selbst verfügt seine Liste über ein Budget von 1.000 Euro. Er setze auf Mundpropaganda, Plakate, seine Homepage und den persönlichen Kontakt. “Kiebitz” tritt in allen vier Bezirken an, der Slogan lautet: “Die ALLErbeste Wahl”.

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