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Linz09 - Der Countdown läuft

Für "Linz Europäische Kulturhauptstadt 2009", diesen Titel trägt die oberösterreichische Landeshauptstadt gemeinsam mit Vilnius in Litauen, läuft der Countdown.

Das dichte Programmangebot sieht vor, dass nahezu an jedem Tag des Jahres 2009 in Linz etwas los sein wird. Dafür stehen den Veranstaltern mit Intendant Martin Heller an der Spitze mehr als 68 Mio. Euro zur Verfügung. Im erst kürzlich vorgestellten endgültigen Programmbuch werden auf 288 Seiten rund 220 oft aus mehreren Einzelveranstaltungen bestehende Projekte aufgelistet und beschrieben. 52 Schauplätze in der Stadt stehen im Zusammenhang mit dem Programm von Linz09.

Rund um Silvester soll eine groß angelegte Eröffnung für mehrtägige Feierstimmung sorgen. Doch bereits seit 2007 haben immer wieder Veranstaltungen auf das Kulturhauptstadtjahr eingestimmt. Im Juni 2007 startete Hubert von Goisern mit einem Schiffskonvoi als Kulturhauptstadt-Botschafter zu einer ersten Fahrt über die Donau, die Kunstprojekte “Schaurausch” (2007) und “Tiefenrausch” (2008) finden 2009 im “Höhenrausch” ihren Abschluss. Auch Ausstellungen, mit denen die Vergangenheit von Linz als “Kulturhauptstadt des Führers” thematisiert wird, laufen bereits.

Die Veranstalter haben als Motto für das Kulturhauptstadtjahr “Linz.verändert” gewählt. Das bezieht sich darauf, dass sich die Stadt von einer kleinen Handelsniederlassung an der Donau, über eine “Patenstadt” von Adolf Hitler, einem Industriestandort mit allen Lasten und Risken zu nunmehr einem wirtschaftlich erfolgreichen, modernen Lebensraum entwickelt hat. Das Vorhaben Europäische Kulturhauptstadt soll aber dazu beitragen, dass sich Linz noch weiter stark verändert.

Martin Heller will nicht nur ein Kulturfest für Einwohner und Besucher durchführen, es geht ihm auch darum, dass die Linzer in Zukunft der Kultur mehr zugetan sind. In der Zeit der Vorbereitung der Kulturhauptstadt ist das Ziel formuliert worden, Linz solle bis 2015 die “interessanteste Stadt Österreichs” werden.

Für das Kulturhauptstadtjahr stehen von Stadt, Land und Bund jeweils 20 Mio. Euro zur Verfügung. Zusätzlich gibt es rund acht Mio. von privaten Partnern und Sponsoren und eine Absichtserklärung der Europäischen Union über 1,5 Mio. Euro. Allein für das Werbebudget sind 18 Mio. Euro veranschlagt, mit dem – vor allem, aber nicht nur – auf den deutschsprachigen Raum gezielt wird. Unter anderem wirbt im Fernsehen ein skurriler Spot für Linz09, auf den Infoscreens der Wiener U-Bahn sind als Countdown für das Kulturhauptstadtjahr brutzelnde Eier zu sehen.

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