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Linksruck in den Niederlanden?

Die Wähler in den Niederlanden sind am Mittwoch zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen. Sozialdemokratische Arbeiterpartei wird favorisiert.


Bei regnerischem Wetter hat Mittwoch früh die Parlamentswahl in den Niederlanden begonnen. Die etwa 10.000 Wahllokale wurden um 7.30 Uhr geöffnet. Sie bleiben bis 21 Uhr offen. Kandidaten aus 19 Parteien bewerben sich landesweit um die 150 Sitze in der Volksvertretung. Es wird eine Wahlbeteiligung von etwas mehr als 75 Prozent der 12 Millionen Wähler erwartet.

Wie viele Mandate auf die einzelnen Parteien entfallen, soll noch in der Nacht bekannt werden. Die Stärke der Fraktionen ist mitentscheidend, wenn Königin Beatrix den Auftrag zu Gesprächen über Bildung der künftigen Koalitionsregierung gibt. Die Zusammenstellung der neuen Regierung wird voraussichtlich erst in den nächsten Wochen deutlich. Nach den jüngsten Umfragen sind Sozialdemokraten, Christdemokraten und Liberale die wichtigsten Kandidaten für die Regierung.

Die Abstimmung folgt nur acht Monate nach der letzten Wahl, bei der die rechtsgerichtete Liste Pim Fortuyn (LPF) auf Anhieb ins Parlament einzog und Regierungspartei wurde. Danach kam es zu schweren Auseinandersetzungen innerhalb der Partei, die schließlich eine Neuwahl nötig machten. Der Liste Pim Fortuyn sagen die Umfragen nunmehr hohe Verluste voraus.

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