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Lingenau: Gitter gegen Brückensuizide montiert

Gitter soll Selbstmorde verhindern.
Gitter soll Selbstmorde verhindern. ©VOL.at/Steurer
(VN) Lingenau - Das Landesstraßenbauamt hat in den vergangenen Wochen an beiden Seiten der Lingenauer Hochbrücke wie angekündigt Gitter anbringen lassen, damit sich Lebensmüde nicht mehr von der Brücke stürzen können.
Lingenau: Gitter montiert

Bereits am 25. Februar 2011 hatten sich Dipl.-Ing. Armin Wachter vom Landesstraßenbauamt, der Chefarzt am Landeskrankenhaus Rankweil Primar Albert Lingg und Sepp Gröfler von der Telefonseelsorge im Zuge eines Lokalaugenscheins auf eine Lösung geeinigt: Gitter beidseits der Fahrbahn sollten künftig Suizide an der Lingenauer Hochbrücke verhindern. Zu viele Menschen hatten hier ihrem Leben ein Ende gesetzt. Die Volksschüler von Müselbach hatten auf die 370 m lange Bogenbrücke aus Stahlbeton aufmerksam gemacht, weil sie immer wieder unfreiwillige Zeugen der Leichenbergungen geworden waren. Die Telefonseelsorge hatte in einer ersten Reaktion gelbe Tafeln mit der Notrufnummer 142 eingangs der Brücke montiert. Und nun sollten eben mannshohe Gitter, auf den Geländern montiert, dem grausigen Spuk ein Ende machen.

Kostenfrage verzögerte Montage

Wachter zeigte sich damals optimistisch: „Im Sommer 2011 wird die Brücke gesichert werden.“ Aber die Frage, wer die veranschlagten Kosten in Höhe von 260.000 Euro tragen soll, hat die Umsetzung dann beträchtlich verzögert. Schlussendlich „haben wir die Arbeiten am 22. August ausgeschrieben“, bestätigt Wachter. Den Zuschlag erhielt die Hohenemser Firma Benzer. Bezahlt werden die Kosten aus dem Straßenbaubudget.
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