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Lindt-Hasen laufen und laufen

Süße Zeiten des Schweizer Schokoladekonzerns Lindt & Sprüngli: Man schraubte im vergangenen Jahr seinen Reingewinn gegenüber 2003 um 23,5 % auf die Rekordhöhe von 151,2 Mio. Franken (97,5 Mio. Euro).

Auch für das aktuelle Jahr sieht der Konzern gute Chancen. Die Aktionäre sollen eine 28,6 Prozent höhere Dividende erhalten.

Die anhaltend guten Resultate und die überdurchschnittlichen Wachstumsraten führte Ernst Tanner, Präsident und Konzernchef der 1845 gegründeten Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli AG, am Dienstag auf der Bilanzpressekonferenz in Kilchberg bei Zürich auf die Pflege von Qualität, Tradition und Know-how zurück. Die Zahl der Mitarbeiter wuchs gegenüber 2003 um 4,7 Prozent auf 6.293.

Lindt & Sprüngli wuchs laut Tanner 2004 schneller als der Gesamtmarkt. Wie bereits im Jänner berichtet, stieg der Umsatz um zwölf Prozent auf die Rekordhöhe von 2,016 Mrd. Franken und übertraf erstmals die Zwei-Mrd.-Marke. Der operative Gewinn vor Zinsen und Steuern stieg um 16,3 Prozent auf 219,4 Mio. Franken.

Tanner zeigte sich für 2005 zuversichtlich. Er bekräftigte die längerfristigen Ziele von fünf bis sieben Prozent Umsatz- und acht bis zehn Prozent Gewinnwachstum. Lindt & Sprüngli wehre sich gegen den vielerorts in Europa spürbaren Trend, wonach der Preis das einzige Verkaufsargument sei. Der Markt für Premium-Schokolade entwickle sich weiterhin positiv, und die Konsumenten seien sehr wohl bereit, für Qualität mehr auszugeben, sagte er.

Finanzanalysten bezeichneten den Abschluss als solide. Allerdings würden die Markterwartungen nicht mehr im gleichen Ausmaß übertroffen wie früher. Der Kurs der Lindt-Namensaktie stieg an der Börse in Zürich gegenüber dem Vorabend zeitweise um 1,1 Prozent auf die Rekordhöhe von 17.700 Franken. Um bis zu 0,6 Prozent verbesserte sich der Kurs des Partizipationsscheins, verpasste aber mit 1.695 Franken den Höchststand. (Schluss) stf/wi

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