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Life Ball 2019: Ein letztes Mal mit Chris Lohner und Alfons Haider

Alfons Haider und Chris Lohner stehen auch heuer Gery Keszler und seinem Team zur Seite.
Alfons Haider und Chris Lohner stehen auch heuer Gery Keszler und seinem Team zur Seite. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Seit Stunde eins waren Chris Lohner und Alfons Haider beim Life Ball dabei. Ihr Resümee nach 26 Jahren: Der Life Ball hat Tabus gebrochen.

Während der Life Ball von Jahr zu Jahr größer wurde und immer prominentere Gäste anzog, waren zwei österreichische Persönlichkeiten von der ersten Stunde dabei. Auch für Chris Lohner und Alfons Haider ist es heuer das letzte Mal, dass sie Gery Keszler und seinem Team zur Seite stehen. Beide sind sich einig: Der Life Ball hat in 26 Jahren Tabus gebrochen.

Life Ball: Chris Lohner und Alfons Haider von Anfang an dabei

Während Haider vor der Eröffnung wieder für den ORF am Red Carpet die Gäste interviewt, ist Lohner wie schon so oft Teil der Show. Details will die Schauspielerin, Kabarettistin, Autorin und Moderatorin nicht verraten. Für Lohner war die Unterstützung Keszlers eine Selbstverständlichkeit. "Er hat damals angerufen und gesagt, dass er etwas vor hat, und ob ich helfen kann", erzählte Lohner im APA-Gespräch. "Ja, sofort", war die rasche Antwort.

Lohner war nur zweimal nicht dabei

Lohner war wie Haider beim ersten Life Ball dabei, der am 29. Mai 1993 über die Bühne ging. Für das Event brachte Keszler, der früher als Visagist tätig war, Stardesigner Thierry Mugler nach Wien. "So hat das angefangen", so Lohner. Die ehemalige Fernsehsprecherin hat stets am Event gearbeitet: "Lose verkauft, moderiert, auf der Bühne bei der Eröffnung. Ich hab' immer was getan." Nur zwei Mal konnte sich nicht dabei sein. "Einmal musste ich Theater spielen und einmal war ich krank."

Für Lohner hat der Life Ball einen wesentlichen Teil dazu beigetragen, dass die Diskriminierung von HIV/Aids-Kranken in Österreich verbessert wurde. "Da hat sich wahnsinnig viel getan", sagte Lohner. Dass die Moderatorin beim ersten Life Ball dabei war, sei damals noch gesellschaftlich ein No-Go gewesen. "Man hat mir gesagt, das wird mir schaden."

Life Ball: Weltweit größtes Charity-Event für HIV

Durch den Life Ball sind auch Millionen für die Aidshilfe zusammengekommen. "Das war genial, was Gery da ins Leben gerufen hat", erzählte Lohner. "Und es war eine Sensation, dass der damalige Bürgermeister Helmut Zilk dafür das Rathaus überlassen hat." Der Life Ball sei weltweit das größte Charity-Event für HIV.

Haider glaubt nicht an das Ende vom Life Ball

Zum Ende des Life Balls meinte Lohner: "Ich hab' ihm gratuliert. Wenn man so etwas Sensationelles auf die Beine stellt, dann muss man nicht betteln gehen. Das ist ein Schande." Alfons Haider glaubt allerdings nicht daran, dass am Samstag das Event zum letzten Mal über die Bühne geht. "Es wäre ein Wahnsinn, den Life Ball jetzt zu Grabe zu tragen", sagte er gegenüber der APA. Haider sieht nun vor allem die Stadt Wien am Zug.

"Der Life Ball gehört zu Wien wie die Lipizzaner, das Riesenrad oder der Opernball. Es ist nicht vorstellbar, dass es ihn plötzlich nicht mehr gibt", unterstrich Haider. Der Entertainer geht daher auch davon aus, dass sich die Stadt Wien weiter darum bemühen wird, das Fest am Leben zu erhalten. "In welcher Form muss man sehen", sagte Haider. Organisator Keszler solle dabei aber an führender Stelle mit eingebunden werden.

Life Ball konnte hundertaussenden Menschen das Leben retten

Ein Grund für die Probleme des Life Balls ist auch, dass Aids - zumindest in der westlichen Welt - dank der guten Behandlungsmöglichkeiten nicht mehr den Schrecken hat, den die Krankheit noch in den Anfangstagen des Life Balls hatte. "Dennoch ist der Ball weiterhin immer größer geworden", sagte Haider. Dadurch konnten zwar wichtige Gelder für Projekte in Afrika gewonnen werden, aber in Österreich verlor das Thema an Bedeutung. Dabei habe der Ball hundertaussenden Menschen das Leben gerettet. "Sie sind eine lebende Erinnerung an den Life Ball", so Haider.

"Und das soll wer mal nachmachen", sagte auch Lohner. Wenn Gery Keszler am Ball in seinen Reden "sein Herz aufmacht, das ist so wichtig. Nur so kann man ankommen und jemanden erreichen", meinte die Moderatorin.

(APA/Red)

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