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Liechtensteins Erbprinz ist gegen Abtreibung

Der Liechtensteiner Erbprinz Alois hat in seiner ersten Thronrede vor dem Parlament den Schutz des Lebens als oberste Staatsaufgabe bezeichnet. So bezog er Stellung zur Frage des Schwangerschaftsabbruchs.

„Wir sollten den Mut haben, den Schutz des Lebens umfassend in der Verfassung zu verankern“, sagte der regierende Erbprinz am Donnerstag an der konstituierenden Sitzung des neu gewählten 25-köpfigen Landtages in Vaduz.

Ein solcher Schutz ist für Alois auch „aus der Sicht der Fristenlösungsdiskussion eigentlich kein Problem“. Denn der Schutz des ungeborenen Lebens sei sowohl für die Gegner als auch für die Befürworter einer Fristenlösung das wichtigste Anliegen, erklärte der Erbprinz, der die Regierungsgeschäfte im vergangenen August von seinem Vater Hans-Adam©II. übernommen hatte.

Bei der Frage, ob menschliches Leben getötet werden dürfe, um anderem menschlichem Leben mehr Freiheit, Selbstbestimmung oder materiellen Wohlstand zu ermöglichen, werde die Abwägung Richtung Schutz des menschlichen Lebens und Einschränkung von Freiheit und Selbstbestimmung gehen müssen, unterstrich Alois. Der Erbrpinz gab sich in seiner Thronrede ausgesprochen reformfreudig. In der neuen Legislaturperiode stünden viele grundsätzliche Entscheidungen an. Wesentliche Veränderungen seien notwendig, „damit wir uns wieder eine ähnlich gute Ausgangslage schaffen, wie wir sie nach dem Zweiten Weltkrieg hatten“.

Reformbedürftig sind laut dem Erbprinzen das Steuersystem, die Alters- und Gesundheitsvorsorge sowie das Bildungssystem. Alois appellierte an die Landtagsabgeordneten, nicht opportunistisch zu handeln, sondern das längerfristige Wohl des Landes und seiner Bevölkerung in den Vordergrund zu stellen.

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