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Liechtensteiner VP Bank setzt nach Verlustjahr Rotstift an

Die Finanzkrise hat das Ergebnis der Liechtensteiner Verwaltungs- und Privat-Bank (VP Bank) zerzaust. Das Institut hat 2008 einen Verlust eingefahren und kürzt nun die Dividende. Zudem werden Stellen abgebaut.

Die VP Bank rechnet auch mit einem schwierigen Jahr 2009 und leitet Sparmaßnahmen ein, um die Spirale nach unten zu durchbrechen, wie es in einer Mitteilung von heute, Dienstagvormittag, heißt. Die Kosten sollen um 10 Prozent gesenkt werden.

Weltweit werden 50 der rund 775 Stellen gestrichen. Der Abbau soll größtenteils über die natürliche Fluktuation, Umbesetzungen oder Frühpensionierungen erfolgen.

Die VP Bank verzeichnete im vergangenen Jahr einen Geldabfluss von netto 1,3 Mrd. Franken Euro (886 Mio. Euro). 2007 hatte sie noch einen Zufluss von 3,0 Mrd. Franken verbucht. Die Kundenvermögen sanken als Folge der Turbulenzen an den Finanzmärkten auf 35,1 (Vorjahr: 41,9) Mrd. Franken.

Bereits vor zwei Wochen hatte die VP Bank den Verlust von 80,3 Mio. Franken für das vergangene Jahr bekanntgegeben. 2007 hatte das Institut noch einen Gewinn von 161,5 Mio. Fr. eingefahren. Schuld sind Bewertungsverluste auf eigenen Anlagen. Die Dividende soll nun von 11 auf 2.50 Franken je Inhaberaktie gekürzt werden.

Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft sank um über 13 Prozent auf 151,8 Mio. Franken. Dagegen stieg der Erfolg aus dem Zinsgeschäft um knapp 5 Prozent auf 148,5 Mio. Franken.

Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft erreichte 30,3 (25,1) Mio. Franken. Beim übrigen Erfolg resultierte ein Verlust von 40,6 Mio. Fr. nach einem Erfolg von 38,4 Mio. Fr. im Vorjahr.

Der Geschäftsaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 11 Prozent auf 196,7 Mio. Franken. Kosten verursachten insbesondere die Errichtung einer neuen Bank in Singapur sowie die Einführung einer neuen Software.

Das Eigenkapital schrumpfte per Ende 2008 auf 828,2 Mio. Fr. nach 1,057 Mrd. Fr. per Ende 2007. Die Kernkapitalquote (Tier-1) sank von 16,0 auf 13,5 Prozent.

Mitte des Vorjahres hat die Liechtensteiner VP Bank in Singapur eine Banklizenz erhalten. Nach Liechtenstein, der Schweiz, Luxemburg und den British Virgin Islands wurde das der fünfte Bankenstandort der VP Bank. Mit der Vermlgensverwaltung ist sie u.a. auch in Hongkong und Dubai vertreten.

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