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LH Wallner bestätigt: Vorarlberg sperrt Skilifte auf

LH Markus Wallner bei "Vorarlberg Live" zum dritten Lockdown.
LH Markus Wallner bei "Vorarlberg Live" zum dritten Lockdown. ©Screenshot Video
Landeshauptmann Markus Wallner hat am Freitagabend bei "Vorarlberg Live" bestätigt, dass das Land Vorarlberg eine Öffnung der Skilifte trotz Lockdown erlauben wir.

Die Skilifte werden in Vorarlberg wie geplant am 24. Dezember öffnen. Eine Verordnung mit entsprechenden Sicherheitsvorschriften arbeitet das Land bereits aus. Ohne Maskentragen werde es aber nicht gehen, so der Landeshauptmann.

Wallner bei "Vorarlberg Live"

Man sei meilenweit von einem großen Skitourismus entfernt, begründet Wallner seine Entscheidung. Es müsse eine Möglichkeit für die Vorarlberger geben Skifahren zu gehen. Es seien kaum Gäste im Land, Hotel und Gastronomie müssen geschlossen bleiben, unter strengen Vorschriften seien ein paar Stunden Bewegung am Berg durchaus möglich. WC werden in den Skigebieten geöffnet sein.

Werde aber nicht entsprechend auf Sicherheit und die Vorschriften geachtet, werde man eingreifen müssen, kündigt der Landeshauptmann an. Der Skibetrieb muss gut organisiert sein, Massenansammlungen gelte es ebenso zu vermeiden wie Warteschlangen an den Kassen.

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Die Sicht des Liftbetreibers

Peter Marko, Geschäftsführer der Silvretta Montafon, hat bei "Vorarlberg Live" die Lage aus Sicht der Liftbetreiber und Skigebiete erläutert. Jedenfalls gebe es aktuell noch einige ungeklärte Fragen, die Probleme beim Betrieb der Lifte aufwerfen würden, meinte Marko unmittelbar nach dem Statement des Landeshauptmanns. Noch gebe es keine Verordnung, und diese sähe oft am Ende etwas anders aus als angekündigt.

Peter Marko bei "Vorarlberg Live"

Die Situation sei sehr sehr schwierig. Man trage das volle wirtschaftliche Risiko ebenso wie das gesundheitliche. Man werde aber alles tun, um den Gästen ein bestmögliches Skivergnügen zu garantieren.

Eine fünfzigprozentige Belegung der Gondeln war als eine Vorschrift bereits bekannt, dass dies auch für Sessellifte gelte, in denen man im Freien sitzt, sei überraschen gewesen. Das werfe auch Sicherheitsthemen auf: Wie etwa ein Elternteil mit Kind unter Einhaltung der Aufsichtspflicht auf einem Zweier-Sessellift fahren soll, wenn ein Platz frei bleiben muss. Oder in einem größeren Lift sichergestellt werden kann, dass kleine Kinder mit einem Platz Abstand sicher transportiert werden können. Fragen die Peter Marko aktuell noch Kopfzerbrechen bereiten. Man sei aber so gut es geht vorbereitet.

Mit FFP2-Maske auf den Berg

Die Bergaufstiegshilfen, also Seilbahnen und Lifte können - entgegen zuletzt anderslautender Befürchtungen von Touristikern - doch ab Weihnachten aufsperren. Die Entscheidung liegt bei den Ländern, die vom Bund Mindestvorgaben für die Öffnung bekommen, während das Land ansonsten in einen neuen Lockdown versetzt wird. Auch Langlaufloipen bleiben offen und Eislaufen erlaubt.

Vorgaben des Bundes fürs Aufsperren von Gondeln und Co sind Abstandsregeln beim Anstellen und für den Transport innerhalb der Gondeln. Dazu sind FFP2-Masken für die Ski- und Snowboardfahrer bei den Liften obligatorisch. Nähere Bestimmungen können die Länder treffen, so Kogler. "Die Situation ist nicht überall eins zu eins gleich", sagte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) am Freitagabend. Auf Basis der mit den Landeshauptleuten besprochenen Pläne können die Aufstiegshilfen jedenfalls öffnen, so der Politiker.

Neuer Termin für Massentests

LH Wallner betonte bei "Vorarlberg Live" noch einmal die Wichtigkeit der Tests für die Bekämpfung der Pandemie. Man müsse eine Ausgangslage schaffen, die es ermögliche im kommenden Jahr aus der Pandemie herauszufinden. Schneller und breiter zu Testen sowie die Impfung seien zwei wichtige Instrumente auf dem Weg dahin.

Man Versuche mit den Massentests einen Weg zu gehen, bei dem die Menschen auch vom Test profitieren, und meint damit die Möglichkeit sich frühzeitig aus einer Quarantäne "freizutesten", und auch Zugang zu Gastronomie, Handel oder Veranstaltungen zu bekommen. Er kündigte außerdem an, dass es Kontrollen bezüglich der Einhaltung der Maßnahmen und Verordnungen geben wird.

Es wird in Vorarlberg einen neuerlichen Massentest vom 15. bis zum 17. Jänner geben. Die Details werden aktuell ausgearbeitet und nächste Woche konkretisiert. Der ursprünglich geplante Termin wurde eine Woche nach hinten verlegt, um mit dem frühestmöglichen Termin zur "Freitestung" einer breiten Öffentlichkeit eine Möglichkeit dazu zu bieten.

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(VOL.AT/APA)

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