Ölfreier Biosphärenpark

Fast ganz Faschina bezieht die Wärmeenergie aus dem Biomasseheizwerk.
Fast ganz Faschina bezieht die Wärmeenergie aus dem Biomasseheizwerk.
Walsergemeinden heizen öffentliche Gebäude überwiegend mit Biomasse.

Rund 10.800 Erntefestmeter Brennholz werden pro Jahr in den Waldungen des Großen Walsertales zu Biomasse verarbeitet. „Dies entspricht rund 27.000 Schüttraummetern Hackschnitzel“, weiß Forstexperte Karl Studer. Derzeit werden in den öffentlichen Biomasseanlagen im Großen Walsertal pro Jahr 11.000 Schüttraummeter Hackschnitzel verbrannt. Neben dem Heizwerk in Faschina, an das mit Ausnahme eines einzigen Privathauses alle Gebäude angeschlossen sind, gibt es noch Biomasseheizwerke im Kloster St. Gerold, im Gemeindezentrum Blons, im Gemeindezentrum Raggal, im Mehrzweckgebäude Sonntag, einen Anschluss der Gemeinde Fontanella an das private Fernwärmenetz „Konzett“, sowie im Gemeinde- und „Sunna“ – Areal in Thüringerberg. Derzeit liegt man mit der Biomasse bei rund 70 Prozent Wärmeanteil. Ziel des e5-Teams ist ein „Fossilien und-Erdöl freier“ – Biosphärenpark. „Im Großen Walsertal wächst laufend genug Biomasse nach, um alle Gebäude mit Heizenergie zu versorgen“, stellt sich Albert Rinderer hinter den Forstexperten Studer. Voraussetzung für Energieeffizienz ist eine energetische „Aufrüstung“ aller öffentlichen und privaten Bauten aus den Jahren, als der Energieverbrauch noch keine Rolle gespielt hat. „Zur Unterstützung für Bauwillige gibt es bereits seit 2002 in Thüringerberg eine eigene Energieberatungsstelle. Besonders wichtig sind jedoch die laufend weiter entwickelten Förderbedingungen, die aktuell sogar zinsfreie Darlehen anbieten. Es braucht aber noch weitere Anstrengungen, um die das Ziel zu erreichen, drei Prozent der Gebäude pro Jahr zu sanieren. Gleichzeitig gilt es auch die Brennholzlogistik kundengerecht weiter zu entwickeln“, macht Rinderer auf Angebote und Informationen aufmerksam.

Quelle: Harald Hronek

Fontanella, Faschina

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