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Lesung und Diskussion im Bahnhof

©Bahnhof
Joseph Ratzinger und Franz Michel Willam: Ein Briefwechsel zwischen Provinz und Metropole, Professor und Kaplan.

Am 19.April 2005 wurde Joseph Ratzinger zu Benedikt XVI. gewählt. ,Wir sind Papst!’ verkündete am Tag darauf der Boulevard. Und bündelte darin bei aller Überdrehtheit doch die Hauptaspekte, unter denen das neue Kirchenoberhaupt seither erscheint: Als Deutscher und als Popstar. Was in der öffentlichen Diskussion weitgehend ausgeblendet wird ist der Theologe und Dogmatiker Ratzinger, der auch für Franz Michel Willam über viele Jahre hinweg zu einem wichtigen Briefpartner wurde. Vor allem als intellektueller Auskunftsgeber für theologische Fragen, die Willam in seinem näheren Umkreis an niemanden adressieren konnte. Die Briefe, die Willam und Ratzinger zwischen 1965 und 1976 wechselten, liegen nun in einer sorgfältigen Edition von P. Philipp Reisinger, FSO, vor und werden an diesem Abend präsentiert. Die Korrespondenz gibt Einblick in den ,intellektuellen Alltag’ von Franz Michel Willam, in seine Arbeitsweise, seine Pläne und Projekte, lassen aber auch Verzweiflung und Resignation erahnen, die Willam zeitweise mit Blick auf seine umfangreichen Studien umgab. Nicht zuletzt sind die Ereignisse rund um 1968 der Hintergrund vor dem sich dieser Briefwechsel entfaltet. Ausgehend und mit Bezug auf den Briefwechsel zwischen Ratzinger und Willam diskutieren an diesem Abend unter anderem Prälat Dr. Hans Fink und P. Philipp Reisinger unter der Moderation von Dr. Jürgen Thaler über Leben und Werk von Franz Michel Willam.

Die Veranstaltung findet am Freitag, 21. November ab 20 Uhr statt. Der Eintritt beträgt 8 bzw. 6 Euro (für Mitglieder des Kulturvereins).

6866 Andelsbuch, Hof
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