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Leitbild für Kleinschulen im Walsertal

Wohlfühlen in der Klasse ist ein wesentliches Kriterium zum Lernerfolg
Wohlfühlen in der Klasse ist ein wesentliches Kriterium zum Lernerfolg ©Harald Hronek
Großwalsertaler Kleinschulen mit Leitbild

Qualität von Lehren und Lernen hängt von Teamarbeit und Schulorganisation ab.

(amp) Fünf Qualitätsbereiche strukturiert der Erziehungswissenschaftler Günther Haider für den vielschichtigen begriff “Schule”: dazu gehören Lehren und Lernen, der Lebensraum Klasse und Schulraum, die Schulpartnerschaft und Öffnung nach außen, das Schulmanagement und nicht zuletzt auch Professionalität und Personalentwicklung.
Als einzige Region Vorarlbergs haben sich die Kleinschulen im Großen Walsertal ein eigenes Leitbild zurecht gelegt. “Damit ist sozusagen der rote Faden durch die Bildungsziele gelegt”, sagt der Thüringerberger Volksschuldirektor Helmut Müller. Für Kleinschulen mit ein bis drei Klassen sprechen eine ganze Reihe von Argumenten, vom besseren Erkennen individueller Fähigkeiten der Kinder bis zur Stärkung der Sozialkompetenz. Durch den Schulstufen übergreifenden Unterricht werden Lerninhalte unbewusst wiederholt, wird die Selbstständigkeit gefördert und individuelleres Arbeiten im Kleingruppenverband gefördert. “Schulspezifische Förderprogramme “Starke fordern, Schwache fördern” greifen”, stellt Müller fest.
“Die Schule im Dorf” stärkt die Verwurzelung der Jugend zur unmittelbaren Heimat und schafft Bindung zu Generationen.

Lernen mit allen Sinnen
Alle sechs Volksschulen im Großen Walsertal erfüllen die Kriterien für das Umweltzeichen.
Derzeit läuft das Projekt “Eigenständig lernen” bei dem die Entwicklung der Sozialkompetenz im Mittelpunkt steht. Besonderes Augenmerk wird an der dreiklassigen Volksschule in Thüringerberg auch auf die musische Ausbildung nach dem Gesichtspunkt “Lernen mit allen Sinnen” gelegt. “Voraussetzungen für ein lukratives Bildungsangebot sind natürlich gut ausgebildete Pädagogen”, macht Helmut Müller auf zusätzliches Potential von Montessori über Sprachförderung bis Musik- und Instrumentalpädagogik in seinem Lehrkörper aufmerksam. Wohlfühlambiente für Schüler und Lehrer bieten die nach den Plänen von Herbert Reimann lichtdurchfluteten und mit atmungsaktiven Lehmwänden ausgestatteten Klassenräume. Mit sechs Lehrpersonen, davon zwei Teilzeitbeschäftigte und 37 Schülern ist der Schulbetrieb “überschaubar”.

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