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Leise und sauber unterwegs

Autofans aus dem ganzen Land pilgern derzeit nach Genf zum Automobilsalon. Neben wunderschönen Traumautos zu unerschwinglichen Preisen sehen sie an fast jedem Ausstellerstand auch Autos mit der Technologie der Zukunft.

Für den Dornbirner Roald Jussel ist die automobile Zukunft längst Gegenwart. Seit Dezember 2000 fährt er mit jener Technik, die seither auf jeder Automesse für Schlagzeilen sorgt. Der heute 77-jährige steuerte als erster Vorarlberger ein Hybrid-Fahrzeug. Ein Auto, das neben einem Benzinmotor zusätzlich einen Elektroantrieb hat und so sehr spritsparend unterwegs ist. „Damals war ich ein echter Exot“, erinnert sich der Dornbirner an die ersten Ausfahrten mit dem Toyota Prius der ersten Generation zurück. „Wo immer ich hinkam, musste ich die Motorhaube öffnen und erklären, warum das Auto mitunter völlig geräuschlos fährt“, so Jussel weiter.

Im Unterhalt günstig

Heute ist Jussel einer von rund 200 Vorarlbergern, die in einem Hybrid-Fahrzeug unterwegs sind. Dabei geht es dem pensionierten Textil-Designer nicht ausschließlich um den Umweltgedanken. „Ich wollte ein Auto, das im Unterhalt günstig ist.“ Rund ein Drittel Ersparnis im Vergleich zu einem konventionellen Auto der gleichen Größe, rechnet der Dornbirner vor. Sparsam ist, wer erst gar nicht viel Auto fährt. Das trifft auf Roald Jussel im Besonderen zu. Seinen Prius aus dem Jahr 2000 hat er vor einem Monat gegen einen neuen Hybrid-Prius eingetauscht. 25.000 Kilometer in gut sieben Jahren ist er mit dem alten gefahren. „Ohne nur ein einziges Problem gehabt zu haben.“ Und das, obwohl die Technik doch einigermaßen kompliziert ist. „Der Hersteller gibt eine 8-Jahres-Garantie auf die Hybrid-Technologie“, weiß der Dornbirner. Zwei Tage lang hat sich Roald Jussel in die Betriebsanleitung des Fahrzeuges eingelesen. „Die Technik ist wirklich recht anspruchsvoll. Aber bei Fragen hat mir das Personal von Toyota Ellensohn immer weitergeholfen“, fühlt er sich bei seinem Autohändler in guten Händen.

Das Design gefällt

Sparsam, leise und umweltfreundlich – das ist ja schön und gut. Aber gekauft hätte der Ästhet Roald Jussel den neuen Prius wegen dieser Tugenden alleine nicht. „Natürlich muss die Optik stimmen. Wenn mir ein Auto nicht gefällt, dann ist mir auch egal, was für ein Motor unter der Haube arbeitet“, so der ehemalige Textil-Designer der Firma F. M. Hämmerle. Die sportliche Linienführung beim Toyota Prius hat den Geschmack des 77-Jährigen getroffen. Dazu kommen viele Annehmlichkeiten, die die Serienausstattung des Prius mit sich bringt. Besonders angetan hat es ihm die Automatik-Schaltung. „Seit massiven Problemen mit meinen Bandscheiben bin ich auf ein Auto mit Automatik-Getriebe angewiesen“, erklärt Jussel. Im Spital hatten die Ärzte angekündigt, dass es jetzt wohl mit dem Autofahren vorbei sei. „Die wussten ja nicht, dass ich einen Automatik-Wagen habe“, so der Rentner. Für Roald Jussel ist sein Toyota Prius mit Hybrid-Antrieb mehr als nur ein günstiges, umweltfreundliches Auto. „Ohne dieses Auto wäre ich nicht mehr mobil. Irgendwie ist er zu einer Art Gehhilfe für mich geworden“, scherzt der 77-jährige „Hybrid-Pionier“ aus Dornbirn.

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