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Leichenhunde fanden Knochen nahe dem Haus von Jaycees Entführer

Bei ihren Ermittlungen gegen den Entführer von Jaycee Lee Dugard hat die Polizei ein Knochenstück gefunden. Bis feststehe, ob der auf einem Nachbargrundstück des Sexverbrechers Philip Garrido entdeckte Knochen von einem Tier oder einem Menschen stamme, könnten Wochen vergehen, sagte ein US-Polizeisprecher.

Garridos Vater verdächtigte seinen Sohn unterdessen öffentlich, mehrere Prostituierte umgebracht zu haben. Und auf CNN sprach ein weiteres Opfer des 58-Jährigen über ihr Martyrium.

Die Leichenspürhunde wurden auf einem Nachbargrundstück von Garridos Haus in Antioch, 70 Kilometer östlich von San Francisco, fündig. Gegen den wegen Sexualstraftaten vorbestraften Garrido wird nach der Befreiung von Jaycee Dugard nun auch im Zusammenhang mit mehreren ungeklärten Morden ermittelt. Mehrere ermordete Prostituierte wurden in den 90er Jahren in einem Industriegebiet bei Antioch gefunden, in dem Garrido arbeitete. Sein 87-jähriger Vater Manuel Garrido sagte der “New York Post“: “Ich glaube, dass mein Sohn die Prostituierten umgebracht hat.” Sein Sohn sei sexsüchtig gewesen.

Garridos erste Frau beschrieb den 58-Jährigen als herrschsüchtiges “Monster”. Einmal habe er sie mit einer Sicherheitsnadel ins Gesicht gestochen, weil ein anderer Mann mit ihr flirtete, sagte sie in der Fernsehsendung “Inside Edition”. Noch heute habe sie eine Narbe.

Katie Callaway Hall, die 1976 von Garrido entführt und vergewaltigt wurde, äußerte sich auf CNN schockiert über Garridos erneutes Verbrechen. Sie wolle am liebsten nur noch schreien, “weil meine tiefsten Ängste sich als berechtigt erwiesen haben – er hat wieder zugeschlagen”. Garrido war wegen der Entführung und Vergewaltigung von Hall zu 50 Jahren verurteilt worden, kam aber nach zehn Jahren auf Bewährung frei.

Die vor 18 Jahren entführte Jaycee Lee Dugard arbeitete Medienberichten zufolge während ihrer Gefangenschaft in der Druckerei ihres mutmaßlichen Kidnappers und machte dabei keine Anstalten, Hilfe zu suchen. Die heute 29-Jährige habe Kunden per Telefon und Email bei ihren Bestellungen von Visitenkarten, Flyern oder Plakaten geholfen, berichtete der “San Francisco Chronicle”. Dugard sei “sehr professionell, sehr höflich” gewesen, “wie eine normale Sekretärin”, zitierte die Zeitung einen Kunden.

Garrido habe Dugard als seine Tochter “Allissa” vorgestellt und vorgegeben, sie kümmere sich um das Design der Auftragsarbeiten, sagte ein anderer Kunde. Experten zufolge entwickelte Dugard während ihrer langen Gefangenschaft vermutlich das Stockholm-Syndrom und baute eine enge emotionale Beziehung zu ihrem Geiselnehmer auf.

Jaycee Dugard war 1991 im Alter von elf Jahren auf dem Weg zur Schule entführt worden, am Donnerstag vergangener Woche kam sie frei. Ihr mutmaßlicher Entführer hielt das Mädchen fast zwei Jahrzehnte in einem Hinterhof-Verschlag auf seinem Grundstück gefangen und zeugte mit ihr zwei Kinder, die heute elf und 15 Jahre alt sind. Der Fall flog auf, als Garridos Bewährungshelfer auf “Allissa” aufmerksam wurde, die er bis dahin nie gesehen hatte. Gegen Garrido und seine Frau Nancy wurde Anklage unter anderem wegen Entführung, Vergewaltigung und Freiheitsberaubung erhoben. Beide plädierten auf nicht schuldig.

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