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Leiche von Ylenia (5) im Wald entdeckt

15.09.2007 - Jetzt ist es traurige Gewissheit. Die seit Ende Juli vermisste Ylenia aus Appenzell ist tot. Ein Mann, der sich auf eigene Faust auf die Suche gemacht hatte, fand die Leiche des Kindes in einem Wald nahe St. Gallen.    Traurige Gewissheit  Vergiftet

Die Leiche wurde am Samstagmittag im Hartmannswald zwischen Oberbüren und Niederwil gefunden. Unweit des Fundorts waren vor ein paar Wochen schon die Kleider des vermissten Kindes gefunden worden. Die Leiche war teilweise von Tieren freigescharrt worden. Gegen Abend bestätigte die Kantonspolizei, dass es sich „faktisch sicher“ um die fünfeinhalbjährige Ylenia handle. Das Mädchen habe anhand von Schmuckstücken identifi ziert werden können, sagte Kripochef Bruno Fehr bei einer eilig einberufenen Pressekonferenz in St. Gallen.

Nach der Tat erschossen

Das Kind war am 31. Juli beim Hallenbad in Appenzell verschleppt worden. Ihr mutmaßlicher Entführer, ein 67-jähriger Schweizer, hatte sich nach der Tat erschossen. Seine Leiche war einen Tag später in dem Wald gefunden worden, in dem nun auch Ylenia entdeckt wurde.

Die Auswertung von Erbgutspuren hatte nach Polizeiangaben ergeben, dass der 67-Jährige das Mädchen in seinem Kastenwagen transportierte. Zeugen wollen den Kleintransporter des Mannes am Hallenbad in Appenzell beobachtet haben, wo die Fünfjährige zuletzt gesehen worden war.

Kurz vor seinem Suizid soll der 67-Jährige einen Passanten angeschossen haben, der jedoch fliehen konnte. Die Ermittler vermuten, dass er den 46-Jährigen für einen Zeugen hielt. Der mutmaßliche Mörder Ylenias lebte seit 1990 mit seiner Frau in Spanien.

4./5. August: Ein Großaufgebot von Polizei und Feuerwehr sucht mit Hilfe von Hunden, Polizeitauchern und einem Armee-Helikopte die Region um Oberbüren und Appenzell ab – vergebens.

6. August: DNA-Spuren bestätigen, dass der Auslandsschweizer den Helm und den Rucksack von Ylenia berührt hatte. Die Polizei befürchtet das Schlimmste.

24. August: DNA-Spuren beweisen nun auch, dass Ylenia in dem Kastenwagen des toten Schweizers transportiert wurde.

30. August: Die Polizei sucht mit der Sendung „Aktenzeichen XY“ nach neuen Hinweisen.

2. September: 35 Privatpersonen suchen erfolglos nach Ylenia.

15. September: Ylenias Leiche wird von einem Mann im Hartmannswald gefunden.

DIE FIEBERHAFTE SUCHE

NACH YLENIA

31. Juli: 10 Uhr: Ylenia verschwindet in Appenzell Al. Sie hat im dortigen Hallenbad ein vergessenes Shampoo abgeholt. Der Bademeister ist der letzte, der das Kind gesehen hat.

13.15 Uhr: Im Bürerwald bei Oberbüren wird ein 46-jähriger Mann angeschossen. Der Täter ist ein 67-jähriger Schweizer, der seit 1990 in Spanien lebt. Am Abend finden Zeugen den Kastenwagen des 67-Jährigen im Billwilerwald. 1. August: Am Morgen fi ndet die Polizei in der Nähe des weißen Kastenwagens die Leiche des 67-Jährigen. Er hat sich das Leben genommen. 20 Uhr: Bei einem Wegkreuz in Oberbüren werden der Rucksack und der Fahrradhelm des Mädchens gefunden, später auch das Kickboard.

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