Lehrlingswerkstatt auf neuestem Stand

©GRASS
Höchst - Mit einem Investitionsvolumen von knapp zwei Mio. Euro hat der international tätige Beschlägehersteller GRASS die hausinterne Lehrwerkstätte auf den neuesten Stand gebracht.

Auf insgesamt 900 m2 bietet GRASS seinen Lehrlingen beste Voraussetzungen für ihre Ausbildung zu Fachkräften in den Bereichen Metallbearbeitung, Maschinen- sowie Werkzeugmechanik. Im Rahmen eines Pressegesprächs, bei dem neben der GRASS-Geschäftsführung und dem Leiter der GRASS-Lehrlingsausbildung Reinhard Lecher auch Landesrat Siegi Stemer, der Präsident der Vorarlberger Wirtschaftskammer Manfred Rein sowie der ehemalige Lehrlingsbeauftragte Egon Blum teilnahmen, wurde die neue Lehrlingswerkstatt der Öffentlichkeit vorgestellt.

Bereits seit 1978 betreibt GRASS in Höchst eine eigene Lehrwerkstätte. Diese wurde nun im Zuge eines umfangreichen Modernisierungsplans – im April 2008 wurde am Standort Höchst eine neue, moderne Produktionshalle mit einem österreichweit einzigartigen Energiekonzept in Betrieb genommen – auf den neusten Stand gebracht: So stehen den Jugendlichen nun klimatisierte Räumlichkeiten für Schulungen, Büros, jeweils einen Lehrlings- und Messraum sowie modernste Maschinen zur Verfügung. „Mit der Erneuerung der Lehrlingswerkstatt bekennen wir uns einmal mehr zum Standort Vorarlberg. Durch die Erweiterung der Räumlichkeiten schaffen wir Kapazitäten, um künftig noch mehr Fachkräfte auszubilden“, erklärt GRASS-Geschäftsführer Christoph Walter. Derzeit bildet der international tätige Beschlägehersteller 65 Lehrlinge, davon sieben Mädchen, aus – Tendenz steigend.

Breite Ausbildung durch Rotationssystem

Die Grundausbildung erfolgt in der Lehrwerkstätte. Dort lernen die Lehrlinge die Werkbankfertigkeiten und das Bedienen von Fräs, Dreh und Schleifmaschinen, weiters CAD-Zeichnen und Programmieren von CNC-Maschinen. „Junge Menschen brauchen Perspektiven, Erfolgserlebnisse, aber auch Herausforderungen. Daher werden die Lehrlinge bereits ab dem zweiten Lehrjahr direkt in den Produktionsprozess integriert“, erklärt Reinhard Lecher, Leiter der GRASS-Lehrlingsausbildung. Im Rahmen eines Rotationssystems erhalten die Jugendlichen eine breit gefächerte Ausbildung in den unterschiedlichsten Fachabteilungen: Vom Stanzwerkzeug-, Druckgussformen- und Sondermaschinenbau über Prototypenfertigung, CNC-Zerspanung und Qualitätssicherung bis hin zu Schlosserei, Entwicklungstestwesen und verschiedenste Instandhaltungsbereiche der Produktion.

Enge Zusammenarbeit mit den Schulen

Gemäß dem Modell der dualen Ausbildung werden auch bei GRASS Schule und Lehrbetrieb miteinander verzahnt: Neben der praktischen Ausbildung im Unternehmen, drücken die Lehrlinge die Berufsschulbank, denn auch die Theorie nimmt einen hohen Stellenwert in der Ausbildung ein. GRASS arbeitet aber nicht nur mit Berufsschulen, sondern auch mit Pflichtschulen eng zusammen: Neben den Aktionen „Girls day“ und „Up2work“ – beide Initiativen gehen von der Wirtschaftskammer aus. Jugendliche der neunten Schulstufe können sich während den „Berufspraktischen Tagen“ die Berufe und das Unternehmen genauer anschauen. Ein zweitägiges und jährlich stattfindendes Projekt, das von Landesrat Siegi Stemer begrüßt wird: „Die Möglichkeit der Berufspraktischen Tage ist für junge Menschen überaus wichtig. Vor Ort können sie sich besser ein Bild vom Unternehmen, aber auch vom jeweiligen Berufsbild und dessen Anforderungen machen.“

Lehrlingsprämie und Karrierechancen

„Bestens ausgebildete Fachkräfte sind eine wichtige Basis für unseren Unternehmenserfolg. Daher investieren wir viel in unsere Lehrlinge. Das bedeutet auch, dass Fleiß und Ehrgeiz belohnt werden“, so Geschäftsführer Walter. Konkret organisiert GRASS Lehrlingsausflüge und Schitage, bietet aber auch Kurse in den unterschiedlichsten Bereichen, etwa Erste Hilfe oder Rhetorik an. Zudem besuchen die Jugendlichen andere Betriebe, wie Loacker Recycling, Mahle König oder Doppelmayr. Weiters können die Jugendlichen während ihrer Lehrzeit auch eine Lehrlingsprämie in der Höhe von bis zu 10.000 Euro dazuverdienen. Nach dem Motto „vom Lehrling zur Führungskraft“ eröffnen sich aber auch nach der abgeschlossenen Lehre gute Karrierechancen: Die von GRASS gefördert Fortbildungsangebote reichen von der Berufsmatura über die Meisterprüfung bis zu MBA-Lehrgängen in den USA.

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