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LED löst Energiesparlampen ab

©VN/ Klaus Hartinger
Licht der Zukunft. Schrittweise werden per EU-Verordnung alle Glühbirnen verboten.

100-Watt- und matte -Lampen sind bereits aus den heimischen Verkaufsregalen verschwunden, bis 2012 wird das Produktionsverbot für Glühbirnen komplettiert sein. Die EU ortet durch das vielerorts kritisierte Verbot massive Energie-Einsparpotenziale.

Enorme Lebenszeit

Galten Energiesparlampen lange Zeit als Alternative, rücken diese mittlerweile zusehends in den Hintergrund – zugunsten der LED. Für die Chemikerin Claudia Wickleder ist die Leuchtdioden-Technik eine echte Alternative zu Sparbirnen. “LED leuchten ungefähr 80.000 Stunden und sind zwei bis drei Mal sparsamer als Energiersparlampen”, betont sie. Die LED kann insbesondere dort, wo heute die Halogentechnolgie aufgrund der spezifischen Lichtqualität dominiert, noch beträchtliche Effizienzgewinne ermöglichen. Für relativ kleine Anwendungen wie etwa Instrumentenbeleuchtungen, Kfz-Rücklichter oder auch Taschenlampen haben Leucht­dioden mittlerweile die Konkurrenz hinter sich gelassen. Die Leuchten funktionieren ohne glimmende Drähte oder UV-Strahlung. Vielmehr wandeln so genannte Halbleiter den elektrischen Strom direkt in Licht um. Abwärme entsteht dabei auch, wenngleich in bescheidenem Ausmaß.

Derzeit noch sehr hohe Kosten

Bezüglich der Lichtfarbe war – wie auch bei den Energiesparlampen – einiges an Forschung nötig, um befriedigende Ergebnisse zu erzielen. LED-Licht ist – je nach Halbleitermaterial – von Natur aus farbig, etwa grün, rot oder blau. Die Herstellung von annähernd weißem Licht ist erst seit wenigen Jahren überhaupt möglich. Dabei greifen die Technologien zu einem Trick: die meist blauen Dioden werden beschichtet und diese Beschichtung erzeugt jene zusätzlichen Farben, die dann gemeinsam Weiß ergeben. Dass LED den großen Durchbruch in der Raumbeleuchtung oder auch als Autoscheinwerfer noch nicht geschafft haben, liegt in den Herstellungskosten. Mit zunehmender Leistung steigen nämlich durch das teure Halbleitermaterial die Kosten für die Dioden. So können die kleinen, unzerbrechlichen Leuchten etwa mit einem 100-Watt-Halogenstrahler noch nicht konkurrieren, qualitativ hochwertige LED-Leuchten für den Heimbereich kosten rund 30 Euro. In drei bis vier Jahren könnte es dann aber auch soweit sein, dass auch Frontscheinwerfer von Kfz in großem Stil mit Dio­den bestückt werden. Bereits durchgesetzt haben sich Dioden indes im professionellen Bereich.

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