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Lebensqualität am Bauernhof hat Priorität

Raggal - Andrea Schwarzmann ist Bäuerin mit Leib und Seele und macht sich als Landesbäuerin für die Frauen am Hof stark.

„Ich bin am Bergbauernhof aufgewachsen und habe wiederum auf einen Hof geheiratet”, verrät die Großwalsertalerin, die seit vier Jahren als Landesbäuerin die Interessen von 6000 Bäuerinnen vertritt. Zuvor hat die Bergbäuerin aus Raggal bereits fünf Jahre als Landesstellvertreterin engagiert für die Emanzipation am Hof „gekämpft”. Selbst bei täglich harter manueller und zeitaufwendiger Arbeit am Bauernhof hat für die Absolventin der Landwirtschaftsschule Lebensqualität und Familiensinn Vorrang. Gleichberechtigung am Hof ist für Andrea Schwarzmann Voraussetzung für florierendes Wirtschaften. „Denn, wenn die Kassa stimmt, sind schon viele Sorgen verflogen. Darum müssen Entscheidungen möglichst gemeinsam getroffen werden”, ist die dreifache Mutter überzeugt, dass das Gespür für effizientes Wirtschaften bei der Bäuerin oft ausgeprägter und sensibler ist. Andrea hat nach ihrer Meisterprüfung für „Ländliches Hauswirtschaften” auch noch eine Bauern-Unternehmensschulung gemacht und bleibt mit regelmäßiger Fortbildung „am Ball”. „Am Hof gibt es kein Nebeneinander, sondern nur ein Miteinander”, macht sich die Verfechterin für Familiensinn und Bodenständigkeit stark. Dazu gehört auch die Walsertracht, die Andrea zu besonderen Anlässen als Festtagskleid trägt. Das schafft Identifikation.

Hofübergabe

Das „Loslassen” bei einer Hofübergabe sieht Andrea heutzutage unproblematischer als noch vor Jahren. Gemäß dem Motto „Dem Erbe verbunden, dem Wandel verpflichtet der Zukunft entgegen”, sei in den meisten Fällen das Hoferbe geregelt. Positiv sieht die Landesbäuerin die bäuerliche Zukunft: „Dank fundierter Ausbildung hat die Jugend in der Landwirtschaft Perspektive”. Auch ihre beiden Söhne Christoph und Benjamin fühlen sich der Landwirtschaft verbunden und die 13-jährige Tochter Petra freut sich jetzt schon wieder auf die Ferienzeit auf der Alpe Steris.

Älplerleben

Im Frühjahr, wenn die Alpzeit näher rückt, verspürt Andrea ein „Kribbeln im Bauch”. Die Alpsommer auf Steris gehören für die Landesbäuerin wie das „Amen” zum Gebet. Jeweils am Mittwoch bittet die Hüttenwirtin während des Sommers zum „Älplerfrühstück”. Da wird alles aufgetischt: Vom „Walserstolz” bis zum Frühstücksei, vom Riebel bis zum Hausgeräucherten und zum selbst gebackenem Brot. Über Produkt, Selbstvermarktung und Qualität muss man da nicht mehr viele Worte verlieren. Das „Älplerfrühstück” bei Andrea Schwarzmann ist selbstredend Werbung für die heimische Alpwirtschaft.

 

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