Lebensmittel sind viel zu schade für den Abfall

Lebensmittelreste müssen nicht im Abfall landen. Mit ein wenig Fantasie entstehen daraus köstliche Mahlzeiten.
Lebensmittelreste müssen nicht im Abfall landen. Mit ein wenig Fantasie entstehen daraus köstliche Mahlzeiten. ©Shutterstock/Karl Allgäuer
Tag 3 der Vorarlberger Umweltwoche steht unter dem Motto "Lebensmittel sind viel zu schade für den Abfall". Dazu gibt es Informationen, Tipps zur richtigen Lagerung und nicht zuletzt: Zahlreiche schmackhafte Rezepte zum Kochen mit Resten.

Die neuesten Zahlen sind erschreckend: Eine Million Tonnen genießbare Lebensmittel landen laut Bericht des WWF und des Instituts für Abfallwirtschaft der BOKU Wien jährlich nicht auf den Tellern der Österreicher, sondern in den Abfalleimern. Etwas mehr als die Hälfte (521.000 Tonnen) der weggeworfenen Lebensmittel stammt aus den österreichischen Haushalten. Damit werden nicht nur wertvolle Ressourcen ungenutzt weggeworfen, jeden Haushalt kostet diese Verschwendung bis zu 800 Euro jährlich.

In Vorarlberg haben sich die Partnerinnen und Partner der Initiative "Lebensmittel sind kostbar!" den wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln auf die Fahnen geheftet.

Schulexkursionen #LebensMittelPunkt

Ein Beispiel dafür sind die Schulexkursionen #LebensMittelPunkt. Von den für 28 Schulen von März bis Mai 2020 geplanten 66 Exkursionen in 13 Betriebe, die in der Erzeugung, Verarbeitung und Entsorgung von Lebensmitteln tätig sind, fanden wegen der Corona-Pandemie nur fünf statt.

Am dritten Tag der  Umweltwoche animieren die Partner etwa dazu, einmal eines der auf www.umweltv.at abrufbaren köstlichen Rezepte auszuprobieren und Reste aus dem Gefrier- oder dem Kühlschrank zu verkochen. "Den Wert von Lebensmittel zu schätzen, ist eine Grundhaltung", sagt Bürgermeister Rainer Siegele, Präsidiumsmitglied des Vorarlberger Gemeindeverbands und freut sich: "Seit Beginn der Corona-Maßnahmen kaufen viele Vorarlberger bewusster und regional ein. Sie leisten damit auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz."

Regionalität wird gefragter

Regionalität hat in Vorarlberg immer größere Bedeutung. So erfreut sich etwa die Regionalinitiative „Vorarlberg am Teller“ in immer mehr Betrieben großer Beliebtheit. Auch die Initiative „Das beste Essen für unsere Kinder“, die die Landesregierung dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt hat, sieht Regionalität, qualitativ hochwertige und saisonale Lebensmittel als beste Grundlage für eine gute Ernährung unserer Kinder an.

Umweltverband

Mein Beitrag nach Corona

Neben spannenden Tipps zur richtigen Lagerung und zum Umgang mit Lebensmitteln wird den Teilnehmern am Lebensmittel-Tag der Umweltwoche deshalb auch bewusst, wieviel Positives sie in dieser schwierigen Zeit ganz ohne Nachzudenken umgesetzt haben. Für Siegele ergibt sich daraus ganz natürlich die Frage: "Was kann ich aus Corona lernen? Und wie kann ich vermeiden, in den alten Trott zurückzufallen? Denn jeder kleine Schritt nützt letztendlich uns allen."

Vorarlberger Umweltwoche 2020 – Zweimal täglich gewinnen

Die Vorarlberger Umweltwoche findet in diesem Jahr von 1. bis 11. Juni verstärkt im Internet und in den sozialen Medien statt. Mit vielen spannenden und freudvollen Anregungen liefern die elf Themen Impulse für einen wertschätzenden Umgang mit unserem Lebensraum und unseren Ressourcen. Begleitet wird die Umweltwoche auf Facebook und Instagram.

Wer mit #umweltv seine Eindrücke, Erfahrungen und Gedanken zur Umweltwoche postet oder die anderer kommentiert, kann sogar etwas gewinnen. Täglich wird unter allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zweimal das Spiel „Ein guter Tag hat 100 Punkte“ verlost.

Bus und Bahn testen

Auch Bus- und Bahnfahren hilft der Umwelt. In der Umweltwoche kann man den Umstieg einmal ganz einfach ausprobieren. Mit dem VVV-Umweltwochenticket ist man um 14 Euro sieben Tage lang in ganz Vorarlberg unterwegs.

Informationen zur Vorarlberger Umweltwoche gibt es bei den Gemeinden, in den Medien und auf www.umweltv.at.

(Red.)

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