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Laurin Böhler mit ÖM-Gold zur Judo EM

Der Schwarzacher Laurin Böhler wurde Staatsmeister
Der Schwarzacher Laurin Böhler wurde Staatsmeister ©Oliver Lerch
Heimvorteil voll ausgenützt! Mit Gold, Silber und Bronze übertrafen die Vorarlberger Judoka bei den Staatsmeisterschaften in Hard alle Erwartungen. Favorit Laurin Böhler aus Schwarzach gewann seine Gewichtsklasse. Vacha Adamyan holt Silber, Anna Lena Schuchter wird Dritte.
Beste Bilder Judo ÖM in Hard
Beste Bilder Judo ÖM in Hard I

Es war ein Wochenende der Superlative. Der Event auf den die gesamte Vorarlberger, ja sogar die gesamte Österreichische Judofamilie hingefiebert hat, erwies sich als das erwartete sportliche Highlight des Jahres. Die Staatsmeisterschaften 2017, die im Rahmen des 50-jährigen Jubiläums des Landesverbands Vorarlberg in Hard ausgetragen wurden, boten eine eindrucksvolle Kulisse und Judosport der Spitzenklasse. Und die Vorarlberger Judoka wussten ihren Heimvorteil in der Sporthalle am See in Hard voll auszunützen. Insgesamt els Ländle-Sportler (und vier Exil-Vorarlberger, die für andere Landesverbände antraten) wollten es am Samstag wissen.

Gold für Böhler, sensationell Silber für Adamyan

Allen voran Laurin Böhler! Der Titelfavorit wurde seiner Rolle voll und ganz gerecht und strich vor heimischem Publikum und frenetischem Applaus seinen zweiten Staatsmeister-Titel ein. Und das in souveräner Manier. In vier ungefährdeten Kämpfen verwies er in seiner Gewichtsklasse -100kg all seine Gegner auf die hinteren Ränge und bestieg das oberste Treppchen. Für die Sensation des Tages sorgte aber sicherlich Vache Adamyan (-60kg)! Der erst 16-Jährige vom ULZ Hohenems Judo Vorarlberg, der seine Wurzeln im Judoclub Montafon hat, arbeitete sich mit einer bärenstarken Leistung bis ins Finale vor. Der Reihe nach besiegte er den zweifachen ÖM-Zweiten Lorenz Wildner (W), Tobias Modl (Sbg) und U23-Meister Marvin Pum (W). Im Kampf um Gold traf Adamyan auf den amtierenden Staatsmeister Kimran Borchashvili aus Wels. In einem harten Fight ging es für den jungen Vorarlberger über die volle Distanz. Gegen den sieben Jahre Älteren Kontrahenten, der auch international schon häufig angeschrieben hatte, gab es jedoch nichts zu holen. Noch nicht! Dieser spielte in einem taktischen Kampf seine physische Überlegenheit aus und strich ohne eine einzige Wertung gegen Vache seinen zweiten Titel ein. Silber ist jedoch mehr als ein starkes Ausrufezeichen. An Vache Adamyan wird in den kommenden Jahren kein Weg vorbei führen.

Vorarlberger Bronze-Fight

Die Vorarlberger Medaillen-Farbpalette voll machte Anna-Lena Schuchter (-63kg). Im Kampf um Bronze traf sie ausgerechnet auf ihre Vereinskollegin Sarah Wolfgang, die sich in starken Kämpfen ebenfalls über die Hoffnungsrunde ins kleine Finale vorkämpfte.  So schön die Gewissheit um eine weitere Vorarlberger Medaille auch war, so bitter war auch die Tatsache, dass es an diesem Tag nur für eine der beiden Damen eine geben würde. In einem spannenden und offenen Duell saß Schuchter an diesem Tag am längeren Hebel und erkämpfte sich Bronze. Mit einer anderen Auslosung wäre aber eine weitere Vorarlberger Medaille durchaus drin gewesen, so war es für Sarah Wolfgang am Ende  „nur“ Platz Fünf.

Ländle-Aufgebot überzeugte

Doch auch die restlichen Vorarlberger Sportler wussten durchaus zu überzeugen. Sarah Schmoranz (-57kg) konnte in zwei Kämpfen gut mithalten, ihr fehlte jedoch das nötige Quäntchen Glück. Genauso wie den drei Starterinnen des JC Montafon – Lisa Fuchs (-48kg),  Raphaela Wolf (-63kg) und Sarah Wörnschiml (+78kg) – die eine tolle Leistung zeigten. Gleiches gilt für Isabella Kitzke (-57kg) vom JC Bregenz, Sandro Hölzler (-66kg) vom JC Dornbirn und ULZ-Sportler Max Niederstetter (-73kg), der momentan seinen Präsenzdiesnt ableistet und nicht wirklich im Training ist. Ebenfalls zu erwähnen sind unsere Vorarlberger Studenten  Marco Moosbrugger (-73kg), Saskia Eisele (-52kg) und Leon Nussbaumer (-73kg), die für Wattens bzw.  Innsbruck antraten, sowie der im Ländle trainierende und für Bad Ischl startende Volkhard Stangl (-73kg). Landestrainer Craig Fallon (frei übersetzt, anm.): „Die Sportler zeigte heute eine tolle Performance. Die Entwicklung stimmt und sie setzen bereits viel aus dem Training um.  Wir werden Schritt für Schritt weiter machen, in Zukunft werden viele Ländle-Talente ganz Vorne dabei sein“.

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