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Lauda für drei Autos pro Team

Suzuka erlebt am Sonntag (7.30 Uhr MESZ) den vorletzten Lauf zur Formel 1-WM. Die Entscheidungen sind zu Gunsten von Ferrari gefallen, also bleibt Zeit, um über die Zukunft der kriselnden Königsklasse zu debattieren.

Und diesbezüglich hat Niki Lauda unterdessen Unterstützung bekommen. Österreichs dreimaliger Weltmeister ist ja der Meinung, dass Werksteams mit drei Autos am Start die wesentlich vernünftigere Lösung wäre, als weiterhin kränkelnde Privatteams mitzuschleppen. Dem stimmte nun auch Ex-Weltmeister John Surtees (70) zu und das hat womöglich damit zu tun, dass der Engländer 1960 ebenso als dritter Lotus-Pilot in die Formel 1 kam wie Lauda 1973 als dritter Mann bei BRM. „Vor dem Krieg waren Mercedes-Benz, Alfa Romeo und Auto Union mit bis zu sechs Fahrzeugen am Start. Es war eine unglaubliche Ära und die Startaufstellung gehörte den Herstellern”, erinnerte sich Surtees. Auch später waren mehr als zwei Fahrzeuge pro Teams nichts Außergewöhnliches und auch deshalb ist Lauda der Meinung, dass weniger in der Formel 1 durchaus mehr sein kann. „Werkteams mit drei Autos ergeben auf jeden Fall eine bessere Startaufstellung als eine mit Jaguar, Minardi und Jordan. Außerdem bekommen dann junge Piloten eine Chance und das kann spannend werden”, so Lauda.

Auch Formel-1-Boss Bernie Ecclestone ist fast schon überzeugt, dass sieben Teams mit jeweils drei Autos am Start die Zukunft der Formel 1 bedeuten. Dagegen ist freilich der internationale Motorsport-Verband FIA mit seinem Präsidenten Max Mosley. Für Mosley wäre es billiger, wenn die großen Hersteller die Privatteams mit Motoren versorgen würden, statt selbst drei Autos einzusetzen. Lauda ist aber dafür, die Testfahrten einzuschränken und das dabei gesparte Geld für ein drittes Auto auszugeben.

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