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Längerer Aufenthalt

Die US-Streitkräfte in Afghanistan richten sich auf eine mehrjährige Stationierung in dem asiatischen Land ein. US-Truppen sollen noch Jahre in Afghanistan bleiben.

Oberbefehlshaber General Tommy Franks sagte am Donnerstag (Ortszeit) in Washington, es müsse verhindert werden, dass Afghanistan wieder zu einem „Hort von Terroristen“ werde. Auf einen genauen Zeitraum wollte sich der US-General nicht festlegen.

Zehn Monate nach Beginn des Afghanistan-Krieges sind in dem Land rund 8.000 amerikanische Soldaten im Einsatz. Franks traf in Washington mit US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld zusammen. Rumsfeld wies Berichte über Spannungen zwischen ihm und seinem Befehlshaber in Afghanistan zurück.

Auf einer Konferenz jüdischer Kriegsveteranen in Savannah im US- Staat Georgia erklärte unterdessen der amerikanische Generalstabschef Richard Myers, dass der Krieg der USA gegen den internationalen Terrorismus noch „lange“ dauern werde. „Es kann Jahre und Jahre weitergehen“, sagte Myers. „Deshalb müssen wir Geduld haben.“

Die mit US-Hilfe eingesetzte afghanische Regierung des Präsidenten Hamid Karzai, dessen Leibgarde von den USA gestellt wird, kontrolliert lediglich die Hauptstadt Kabul. Sorge bereitet den US- Militärs derzeit vor allem die Lage in Pakistan, wo zahlreiche versprengte El-Kaida- und Taliban-Kämpfer vermutet werden. Militärstrategen haben einen stärkeren Einsatz von US-Truppen und Sondereinheiten des Geheimdienstes CIA im Grenzgebiet empfohlen.

Die Ermordung des Vizepräsidenten Abdul Kadir ist nach Einschätzung von US-Senatoren eine „Mahnung“ an die USA, ihr Engagement in Afghanistan fortzusetzen. Der demokratische Senator und Vorsitzende des Geheimdienste-Ausschusses, Bob Graham, hatte erklärt, die Vereinigten Staaten müssten in der Region „auf lange Sicht und mit starker Hand“ die Führung übernehmen.

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