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Langenegg erhält Dorferneuerungspreis

Bregenz/Südtirol - Die Gemeinde Langenegg ist Trägerin des Europäischen Dorferneuerungspreises 2010. Der Wettbewerb stand unter dem Motto "Neue Energie für ein starkes Miteinander".

30 Länder bzw. Regionen hatten sich um die Auszeichnung beworben. Kommenden Freitag, 24. September wird Langeneggs Bürgermeister Georg Moosbrugger den Preis in der Südtiroler Gemeinde Sand in Taufers in Empfang nehmen. Für Landesstatthalter Markus Wallner, der an der Übergabe teilnimmt, ist der Preis ein “beeindruckender Beleg dafür, dass in Vorarlbergs Gemeinden viel Kreativität und Schaffenskraft steckt.” Das Land werde dieses Potenzial weiterhin nach Kräften unterstützen.

Das Projekt in Langenegg werde dem Wettbewerbsmotto “Neue Energie für ein starkes Miteinander” auf überzeugende und mehrfache Weise gerecht, lobte Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll als Vorsitzender der europäischen ARGE Landentwicklung und Dorferneuerung, die den Preis stiftet. Auch Landeshauptmann Herbert Sausgruber gratuliert der Gemeinde zu diesem Preis: “Die ländlichen Regionen in Vorarlberg haben eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung des Landes. Die Erhaltung und Stützung dörflicher Strukturen ist dabei besonders wichtig.” Das Ziel des Landes, gleichwertige Lebensbedingungen in Stadt und Land zu ermöglichen, werde umgesetzt.

Preisträger 2010

Die 1.000-Einwohner-Gemeinde Langenegg hat ihren Entwicklungsprozess Mitte der 1990er Jahre mit dem Ziel gestartet, die Lebensqualität in der eigenen Gemeinde deutlich zu verbessern. Unter Einbindung der Bevölkerung erarbeitete die Kommune zusammen mit der Universität Innsbruck ein umfassendes Entwicklungskonzept. Initialprojekt war dabei der gemeinsame Entschluss zur Sanierung eines geschichtsträchtigen, leerstehenden Gebäudes im Ortszentrum, in dem nach der Renovierung wichtige Dienstleister wie Arzt, Apotheke und Friseur Einzug hielten.

Erneuerbare Energie

Daneben wurden aber auch zahlreiche Projekte auf den Weg gebracht, um eine effiziente Nutzung von Energie mit erneuerbaren Energieträgern zu etablieren. Biogasanlagen, Hackschnitzelheizanlagen und eine Vielzahl von Photovoltaik- und Solaranlagen, deren Errichtung von der Gemeinde gefördert wurde, machen Langenegg zu einem Vorreiter in Sachen Energieautarkie. Zudem gibt es in der Gemeinde eine Reihe von Sozialprojekten wie etwa die Einbindung der “Langenegger Lebenshilfe Werkstätte” in das Wirtschaftsleben. “

Der Europäische Dorferneuerungspreis wird seit 1990 alle zwei Jahre verliehen. Die bisher ausgezeichneten Gemeinden und Regionen: 1990 Dorfbeuern (Salzburg), 1992 Illschwang (Bayern), 1994 Steinbach a.d. Steyr (Oberösterreich), 1996 Beckerich (Luxemburg), 1998 Obermarkersdorf (Niederösterreich), 2000 Kirchlinteln (Niedersachsen), 2002 Großes Walsertal (Vorarlberg), 2004 Ummendorf (Sachsen-Anhalt), 2006 Koudum (Niederlande), 2008 Sand in Taufers (Südtirol). Weitere Informationen unter www.landentwicklung.org.

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