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Landtagsenquete zur Gesundheitsversorgung

LTP Sonderegger: "Möglichkeit für alle, sich an Enquete-Diskussion zu beteiligen."
LTP Sonderegger: "Möglichkeit für alle, sich an Enquete-Diskussion zu beteiligen."
Das am Mittwoch in der parlamentarischen Enquete des Vorarlberger Landtags behandelte Thema ist aktueller denn je. "Konkrete Maßnahmen zur langfristigen Sicherung der Vorarlberger Gesundheitsversorgung" standen im Mittelpunkt.

Dazu seien in verschiedenen Bereichen kontinuierlich die Rahmenbedingungen zu prüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen, erklärte der Landtagspräsident Harald Sonderegger: "Vereinfacht gesagt: Damit die Menschen sozusagen ,gesund sein, gesund werden oder auch gesund bleiben‘ können, müssen im System viele Rädchen perfekt ineinandergreifen." Im Hinblick auf Covid-19 versicherte er, dass das Land Vorarlberg alles unternehme, um die damit einhergehenden Herausforderungen so gut wie möglich zu bewältigen.

Sonderegger erinnerte an den Zweck der parlamentarischen Enquete: "Diese ,Informationssitzungen‘ des Plenums bieten den Abgeordneten die Möglichkeit, sich abseits von Ausschuss- und Landtagssitzungen anhand von ExpertInnenbeiträgen einen Überblick über wichtige Themen zu verschaffen und diese in der Diskussion mit Praktikern zu besprechen.“ Vorgegeben wird das Thema jedes Jahr von einer anderen Fraktion. In diesem Jahr war das turnusgemäß die FPÖ – die das Thema bereits vor der Covid-19-Pandemie nominiert hat. Sonderegger erklärte, dass die Erkenntnisse aus der Enquete in die weitere Landtagsarbeit einfließen: „Beispielsweise in Form von konkreten Anträgen bzw. Anfragen der Abgeordneten oder als neue Konzepte."

Drei renommierte ReferentInnen analysierten heute jeweils einen Bereich des umfassenden Themas:

  • Gemäß dem Leitsatz „Vorbeugen ist besser als heilen“ referierte Harald Geiger, ärztlicher Leiter für Kinder- und Jugendgesundheit der aks gesundheit GmbH, darüber, wie die Präventionssäule zu stärken ist und legte seinen Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche. Als Maßnahmen gegen Inaktivität und Übergewicht legte er, gestützt von verschiedenen Studien, vor allem mehr Bewegung und eine gesunde Ernährung nahe. Der Vermeidung von Stress komme gesundheitlich ebenfalls große Bedeutung zu, vor allem im familiären Umfeld: „Kindern geht es besser, wenn es ihren Familien besser geht.“ Er sieht Gesundheitsbildung bzw. Gesundheitskompetenzerwerb als lohnende Aufgabe des Bildungssystems. Allerdings sei das Halbtagsschulsystem dazu nicht geeignet.
  • Im Fokus des Vortrags von Burkhard Walla, Kurienobmann niedergelassene Ärzte und Vizepräsident der Ärztekammer für Vorarlberg, stand die „Sicherung einer wohnortnahen Grundversorgung“. Er spannte dabei den Bogen vom Hausärzten über Fachärzte bis hin zu Spitalsambulanzen und ging insbesondere auf den Bereich Schulärzte ein. Für eine sinnvolle Zukunftsplanung empfahl er u.a. die Festlegung der Versorgungsaufträge unter Berücksichtigung der Dynamik der medizinischen Entwicklungen und die Einbeziehung der Ärzteschaft. Darüber hinaus skizzierte er Maßnahmen zur Personalaquise sowie die Situation betreffend Ausbildung und Honorierung.
  • Die Versorgung soll „zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort mit optimaler medizinischer und pflegerischer Qualität gesamtwirtschaftlich möglichst kostengünstig“ erfolgen. So definiert das Gesundheits-Zielsteuerungsgesetz den „Best Point of Service“. Silvia Türk, Leiterin der Sektion VIII (Gesundheitssystem) im Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz, sprach per Videozuschaltung über die Ansätze, wie dieses Ziel in der Praxis erreicht werden kann. Dabei führte sie die bestimmenden regionalen Faktoren und die Handlungsfelder der Zielsteuerung-Gesundheit an. Weiters nannte sie die integrative Versorgungsplanung als zentrales Planungsinstrument.

Diskussion

An der anschließenden Diskussion nahmen zahlreiche Personen aus dem Gesundheitsbereich, die Landtagsvizepräsidentinnen Monika Vonier und Sandra Schoch, die fünf Klubobleute und die weiteren Abgeordneten des Landtags sowie die Landesrätinnen Katharina Wiesflecker und Martina Rüscher teil.

(Red.)

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