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Land Vorarlberg und AMS investieren 47 Millionen in Arbeitsmarkt

Besonderes Augenmerk gilt weiter arbeitslosen Jugendlichen - Das sieht auch AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter so.
Besonderes Augenmerk gilt weiter arbeitslosen Jugendlichen - Das sieht auch AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter so. ©VOL.AT/Matthias Rauch
Land Vorarlberg und Arbeitsmarktservice (AMS) investieren 2020 gemeinsam rund 47 Millionen Euro in arbeitsmarktpolitische Maßnahmen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Dienstag nach der Regierungssitzung unterzeichnet.

Übergeordnetes Ziel sei aufgrund der gedämpften Konjunkturperspektiven, für Stabilität auf dem Arbeitsmarkt zu sorgen, erklärte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP).

Gedämpfte Prognose

Nachdem es in den vergangenen fünf Jahren in Vorarlberg einen deutlichen Anstieg bei den Beschäftigten gegeben habe und derzeit fast Vollbeschäftigung herrsche, seien die Prognosen für die Zukunft gedämpfter, so Wallner. 2019 betrug die Arbeitslosenquote im Land 5,3 Prozent und war damit so gering wie seit 15 Jahren nicht mehr. Für 2020 ist laut Wallner möglicherweise mit einem leichten Anstieg auf 5,4 Prozent zu rechnen. Es gelte daher, alles zu tun, damit der Arbeitsmarkt möglichst stabil bleibe.

Das Budget

AMS und Land stellen dazu für gemeinsam finanzierte Projekte 19,7 Millionen Euro zur Verfügung - davon 13,7 Millionen das AMS, sechs Millionen das Land. An die 4.000 Personen sollen von den so finanzierten Maßnahmen profitieren. Für eigene arbeitsmarktpolitische Aktivitäten kommen vom AMS weitere 23,6 Millionen Euro dazu, vom Land 3,6 Millionen.

Die Schwerpunkte

In drei Schwerpunktbereichen sollen die Maßnahmen besonders greifen: Zum einen werden rund 700 Arbeitssuchende unter 25 Jahren mit knapp sieben Millionen Euro gefördert. Hier soll die Beschäftigungsgarantie für junge Arbeitslose fortgesetzt werden. 2,5 Millionen Euro werden in die Ausbildung rund 540 Geringqualifizierter investiert, knapp zehn Millionen sollen rund 1.370 Über-50-Jährigen und Langzeitarbeitslosen zu Gute kommen. Grundsätzlich wird laut Wallner immer darauf abgezielt, einer Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegenzuwirken, da eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt mit zunehmender Dauer immer schwieriger werde.

Augenmerk auf Jugendliche

Für den zuständigen Landesrat Marco Tittler (ÖVP) liegt ein besonderes Augenmerk auf der zukunftsorientierten Ausbildung Jugendlicher. Hier sei man auf gutem Weg - immerhin sei praktisch kein Jugendlicher im Land für länger als sechs Monate als arbeitslos vorgemerkt. Auch für das AMS habe die Jugend Priorität, so AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter. Außerdem betonte er die Wichtigkeit gut qualifizierter Arbeitskräfte angesichts des Fachkräftemangels. Mit dem Ausbildungsgrad steigen auch die Chancen auf dem Arbeitsmarkt: So liege die Arbeitslosenquote bei Menschen mit maximal Pflichtschulabschluss bei rund 15 Prozent, bei jenen mit abgeschlossener Lehre bereits unter fünf Prozent, so Bereuter.

(APA)

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