Land und AMS Vorarlberg investieren 60 Mio. Euro in Arbeitsmarkt

Junge Beschäftigungslose, Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte im Fokus.
Junge Beschäftigungslose, Langzeitarbeitslose und Geringqualifizierte im Fokus. ©AMS, VN
Land und AMS in Vorarlberg investieren 2022 insgesamt rund 60 Mio. Euro in Arbeitsmarktmaßnahmen. Besonderes Augenmerk gilt der Förderung junger Beschäftigungsloser sowie Langzeitarbeitsloser und der Ausbildung Geringqualifizierter - auch als Strategie gegen den Personalmangel in der Wirtschaft.

Wie sich der Arbeitsmarkt bereits in der Krise erholt habe, sei "erstaunlich", sagte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) am Dienstag im Pressefoyer nach der Regierungssitzung.

Aktuell 10.170 Personen im Land arbeitslos

Zu Jahresbeginn 2021 waren aufgrund der ausgefallenen Wintersaison rund 16.000 Personen beim AMS als arbeitslos gemeldet, bereits Ende Oktober lagen die Arbeitslosenzahlen wieder unter dem Vorkrisenniveau von 2019. Im Jahresdurchschnitt 2021 war die Arbeitslosenquote mit 6,5 Prozent deutlich niedriger als im ersten Coronajahr 2020 (7,6 Prozent). Aktuell sind 10.170 Personen als arbeitslos vorgemerkt, das sind um 35,2 Prozent weniger als vor einem Jahr, obwohl die Entwicklung durch den Lockdown Ende Jahr gebremst wurde. Zu bedenken gab Wallner allerdings, dass nicht alle Branchen gleichermaßen von der Erholung profitierten. Dazu zählen Tourismus, Gastronomie und Eventbranche.

Lage weiter verbessern

Um die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter zu verbessern, investieren Land und AMS heuer gemeinsam rund 24 Mio. Euro in gemeinsam finanzierte Projekte - 17,6 Millionen davon das AMS, 6,8 Millionen das Land. 32 Millionen setzt das AMS für eigene Aktivitäten wie Qualifizierungsprojekte ein, vom Land kommen zusätzliche drei Millionen für verschiedene arbeitsmarktpolitische Maßnahmen hinzu. Rund 3.600 Personen sollen von den gemeinsam finanzierten Projekten profitieren. Die Höhe der Gesamtinvestitionen entspricht ungefähr dem Vorjahresvolumen. Wallner und AMS-Geschäftsführer Bernhard Bereuter betonten erneut die gute Zusammenarbeit und riefen den Bund auf, regionale Besonderheiten des Arbeitsmarktes bei der Arbeitsmarktreform zu berücksichtigen.

(APA)

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