Lage in Fukushima bleibt gefährlich

Atomkraftwerk Fukushima: Die Strahlung im Meer steigt immer weiter an. Dennoch wird eine weitere Evakuierung von der japanischen Regierung strikt abgelehnt.
Hilfsaktion für Japan
Japan: Das havarierte AKW Fukushima eins

Rund drei Wochen nach Beginn der größten Katastrophe der japanischen Nachkriegsgeschichte ist das Atomkraftwerk Fukushima weiter außer Kontrolle. Noch immer tritt Radioaktivität aus. Die Strahlung im Meer von dem Atomkraftwerk steigt. Die Regierung lehnt jedoch eine weitere Evakuierung ab, obwohl die Internationale Atomenergiebehörde sie empfohlen hatte.

Verstrahltes Atomkraftwerk

Der Atomkraftwerk -Betreiber Tepco hat begonnen, verstrahlte Trümmer mit Kunstharz zu besprühen. Tepco musste die Versuche aber wegen Regens wieder stoppen. Mit dem Kunstharz soll unter anderen die Ausbreitung von radioaktivem Staub gestoppt werden.

Derweil steigt die Radioaktivität im Wasser: Im Meer vor dem Atomkraftwerk seien Jod-Partikel mit einer 4.385-fach höheren Konzentration als erlaubt gemessen worden, berichtete die Atomaufsichtsbehörde.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy trat bei seinen Kurzbesuch in Tokio mit dem japanischen Ministerpräsidenten Naoto Kan zusammen. Die Welt brauche Atomkraftwerke, um den Klimawandel zu bekämpfen, sagte Sarkozy nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo. Sie könne helfen, den Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids zu verringern.

Die Zahl der nach dem Erdbeben und dem Tsunami vom 11. März offiziell für tot Erklärten stieg auf 11.362. Weitere 16.290 Menschen werden noch vermisst.

Es bebt und bebt und bebt…

Am Donnerstag suchte ein weiteres heftiges Nachbeben der Stärke 6,0 die Menschen in der Katastrophenregion heim. Vor allem für die vielen alten Menschen ist es immer anstrengender, auf den harten Lagern in den Notunterkünften auszuharren. Es regnet viel, und die Temperaturen liegen in der Früh immer noch um den Gefrierpunkt.

Wegen der hohen Strahlenwerte im 40 Kilometer von Fukushima und dem Atomkraftwerk entfernten Ort Iitate hatte die Atomenergiebehörde IAEA am Mittwoch in Wien geraten, die 7.000-Einwohner-Stadt zu räumen. Greenpeace hatte nach eigenen Messungen dringend eine Ausweitung der Evakuierungszone rund um Fukushima von 20 auf 40 Kilometer verlangt.

Boden von Atomkraftwerk untersuchen

Es gebe im Moment keine sofortigen Pläne für einen solchen Schritt, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Man werde aber ausgehend von IAEA-Daten den Boden um das Atomkraftwerk intensiver auf Strahlen untersuchen. (APA)

 

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