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Lage im Flutgebiet zwischen Indien und Nepal "grauenhaft"

Menschen ohne sauberes Wasser, Essen oder medizinischer Versorgung: Die Lage im Flutgebiet an der Grenze zwischen Indien und Nepal ist nach Angaben des Malteser Hilfsdienstes "grauenhaft".

10.000 bis 15.000 Familien harrten allein in der Region Basantpur im ostindischen Bundesstaat Bihar seit bald drei Wochen auf den verbleibenden Dämmen aus, teilte der Malteser-Koordinator in Indien, Florian Seeger, am Montag nach einem Besuch im Katastrophengebiet mit.

Dort seien Dörfer zerstört, Zehntausende Menschen harrten unter Sackerln und Planen ohne sauberes Wasser, Essen oder medizinische Versorgung aus. “Bisher hat diese Menschen keinerlei Hilfe erreicht, die Leute leben im blanken Elend.” Es drohe der Ausbruch von Krankheiten.

Auslöser der Katastrophe in Bihar war ein Dammbruch im benachbarten Nepal, wo der Fluss Kosi entspringt. Dadurch hat der Strom seine Fließrichtung um etwa 120 Kilometer in Richtung Osten verändert und bewohnte Gebiete im Südosten Nepals und in Bihar überflutet, die normalerweise selbst während des Monsuns nie überschwemmt werden. Mindestens 100 Menschen starben.

Der Monsun in Südasien beginnt in der Regel im Juni und dauert bis Ende September. Nach offiziellen Angaben kamen in Indien bei den Überschwemmungen in diesem Jahr landesweit bereits mehr als 1.800 Menschen ums Leben. Im vergangenen Jahr starben etwa 3.000 Menschen.

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